Als im März 2026 der Iran-Krieg ausbrach und die Straße von Hormus blockiert wurde, liefen die Energiemärkte heiß. Binnen zwei Handelstagen stiegen Gaspreise um 65 Prozent, nach zwei Wochen um knapp 90 Prozent. Diesel erreichte Mitte April mit 2,45 Euro pro Liter ein Allzeithoch. Haushaltsstrom kostet Bestandskunden im April 2026 durchschnittlich 37 Cent pro kWh.
Parallel dazu hat der Börsenstrompreis im April mehrfach ein ganz anderes Bild gezeigt: Frühling, viel Wind, Feiertage – und plötzlich liefern erneuerbare Energien mehr Strom ins Netz als Deutschland gerade braucht.
Kein Widerspruch – nur zwei verschiedene Preislogiken, die parallel laufen. Die eine folgt geopolitischen Nachrichten, fossilen Märkten und Jahresverträgen. Die andere folgt Wind, Sonne und dem, was gerade im Netz gebraucht wird – im Viertelstundentakt.