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Im Februar sinkt die EEG-Einspeisevergütung auf 7,78 Cent

Die gesetzlich verankerte Absenkung der Solar-Förderung erreicht zum 1. Februar 2026 die nächste Stufe. 1KOMMA5° erklärt, was das für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet und warum sich Solaranlagen weiter lohnen.
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Das Wesentliche in Kürze

  • Jedes halbe Jahr sinkt die Einspeisevergütung für neue Solaranlagen um ein Prozent

  • Intelligente Steuerung für mehr Eigenverbrauch spart rund 31 Cent je Kilowattstunde – unabhängig von der EEG-Förderung

  • Spätestens 2027 könnte Schluss sein mit der garantierten Einspeisevergütung 

Ab dem 1. Februar 2026 erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher, die eine neue Solaranlage in Betrieb nehmen, weniger Geld für jede Kilowattstunde Strom, die sie ins Netz einspeisen. Grund dafür ist die sinkende Einspeisevergütung. 

Zwischen August 2025 und Januar 2026 lag die garantierte Einspeisevergütung bei 7,86 Cent/kWh, wenn man Teile seines selbst erzeugten Stroms einspeiste.1 Ab Februar sinkt sie um ein Prozent auf 7,78 Cent/kWh. 

Für die Volleinspeisung (kein Selbstverbrauch des erzeugten PV-Stroms) verringert sich der Betrag von bisher 12,47 Cent/kWh auf 12,35 Cent/kWh. Auch wer größere Photovoltaikanlagen mit mehr Leistung neu in Betrieb nehmen will, muss ab Februar mit weniger Geld rechnen.

Die Einspeisevergütung wurde im Jahr 2000 eingeführt, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Seit 2004 wurde sie schrittweise gesenkt, seit 2024 alle sechs Monate um jeweils ein Prozent. Bereits bestehende Anlagen sind von der Senkung nicht betroffen. Die Einspeisevergütung wird für jeweils 20 Jahre garantiert.

Intelligente Steuerung für mehr Eigenverbrauch spart rund 31 Cent je Kilowattstunde – unabhängig von der EEG-Förderung

Niemand sollte sich durch eine sinkende Einspeisevergütung von der Investition in eine Solaranlage abhalten lassen.

„Der große finanzielle Vorteil einer Solaranlage entsteht durch jede Kilowattstunde Strom, die man nicht mehr teuer aus dem Netz kaufen muss, nicht aus der Einspeisevergütung“, sagt Jannik Schall. „Wer den Eigenverbrauch des Solarstroms etwa durch den Einsatz einer Batterie oder einer intelligenten Steuerung erhöht, macht sich unabhängiger vom Strompreis und staatlichen Förderungen und senkt seine Stromrechnung jedes Jahr um Hunderte Euro.“

Bei Gestehungskosten einer Kilowattstunde Solarstrom von sechs Cent, entsteht durch die Einspeisung lediglich 1,78 Cent Gewinn. Spart man sich durch den Eigenverbrauch dagegen den Netzbezug einer Kilowattstunde Strom zu durchschnittlich 37 Cent/kWh2, ergibt das ein Plus von 31 Cent/kWh.

„Eigenverbrauch macht die Solaranlage wirtschaftlicher und entlastet das Netz“, sagt Jannik Schall. „Das wiederum senkt auf lange Sicht die Stromkosten für alle.“

Spätestens 2027 könnte Schluss sein mit der garantierten Einspeisevergütung

2026 will die Bundesregierung das Erneuerbare-Energien-Gesetz reformieren. Damit könnte die feste Einspeisevergütung spätestens 2027 wegfallen.

Eine Photovoltaikanlage mit zehn Kilowatt-Peak-Leistung produziert jährlich rund 10.000 Kilowattstunden Strom, wovon ohne intelligente Steuerung und Speicher meist 70 bis 80 Prozent ins Netz fließen. Sollte die Einspeisevergütung entfallen, verlieren Betreiber jährlich zwischen 550 und 620 Euro. Auf die Mindestlebensdauer von 20 Jahren gerechnet, summiert sich dieser Einnahmeausfall auf 11.000 bis 12.500 Euro. 

Wer von der Einspeisevergütung profitieren will, sollte nicht lange zögern“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°. Entscheidend ist, dass die Photovoltaikanlage vor einem möglichen Förderende in Betrieb genommen wird. Dann wird die Vergütung über 20 Jahre garantiert.“

Quellen

1Anlagen mit einer Leistung bis 10 kWp

2Durchschnittlicher Strompreis in Deutschland 2026 37,2 Cent/kWh Quelle: BDEW-Strompreisanalyse Januar 2025 (https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-strompreisanalyse/) [abgerufen am 27.1.2025]

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