Eine Beispielrechnung zeigt das Sparpotenzial von zeitvariablen Netzentgelten. Eine Familie im Einfamilienhaus in Berlin zahlt im Standardtarif 7,58 Cent pro Kilowattstunde für die Netznutzung. Für den Stromverbrauch zwischen 22:00 Uhr und 5:00 Uhr sind es nur 2,31 Cent.
Durch E-Auto, Wärmepumpe und Heimspeicher kommt die Familie auf einen jährlichen Stromverbrauch von 9.000 kWh. Eine intelligente Energiesteuerung sorgt dafür, dass das Auto vorwiegend nachts (90 Prozent) lädt, die Wärmepumpe ein Viertel ihrer Energie in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden bezieht und der Speicher etwa 1.000 kWh im Jahr in dieser Zeit auflädt.
9.000 kWh zum Standardtarif kosten etwa 682 Euro für die Netznutzung. Durch die Verwendung des Niedertarifs fallen nur noch 421 Euro im Jahr an. Zusätzlich zieht der Netzbetreiber pauschal 124 Euro für die Nutzung der zeitvariablen Netzentgelte ab. Das ist eine jährliche Ersparnis von 385 Euro.1
„Um von dem Sparpotenzial der zeitvariablen Netzentgelte zu profitieren, ist ein intelligenter Stromzähler, ein sogenannter Smart Meter, Grundvoraussetzung“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°. „Wer seinen Stromverbrauch mit KI intelligent steuert, bezieht Strom gezielt zu den niedrigsten Preisen. Denn oft ist Strom in Zeiten niedriger Netzentgelte an der Strombörse ebenfalls besonders günstig, was das Sparpotenzial nochmals erhöht. Würden alle Besitzerinnen und Besitzer von Wärmepumpen, Speichern oder Wallboxen intelligent steuern, würden nicht nur die Haushalte finanziell profitieren, sondern auch die Kosten des Netzausbaus deutlich reduziert werden.“