Neben den schon heute hohen Kosten verschärft die steigende CO₂-Abgabe die Lage für Gasheizungen. Ab 2027 wird sich der CO₂-Preis im Rahmen des europäischen Emissionshandels bilden. Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln geht dann von einem CO₂-Preis von 160 Euro im Mittel bis 2035 aus.2 Das wären zusätzliche Kosten von über 500 Euro im Jahr.
Hinzu kommen höhere Netzentgelte für Gas. Durch die zunehmende Umrüstung auf Wärmepumpen und Fernwärme werden die Kosten fürs Gasnetz auf immer weniger Schultern verteilt werden. Das bedeutet höhere Netzentgelte für den einzelnen Verbraucher.
„Die Preise für das Heizen mit Gas werden in Zukunft weiter steigen“, sagt Jannik Schall. „Daran ändert auch ein Anteil von grünem Gas nichts. Im Gegenteil: Alternative Energieträger für Gasheizungen sind knapp und sogar teurer als konventionelles Erdgas.“
„Entscheidend ist jetzt die Planbarkeit für Hausbesitzer, die europäische Heizungsindustrie und das Handwerk“, sagt Philipp Schröder, CEO und Gründer von 1KOMMA5°. „Wenn die Förderkulisse verlässlich bleibt, sehen wir dem Entwurf verhalten positiv entgegen. Die Grüngasquote führt dazu, dass Gas zwangsläufig teurer wird, weil klimafreundliche Gase knapper und in der Regel teurer sind. Und: Der CO₂-Preis bleibt ein realer Kostentreiber für fossiles Heizen. Die Wärmepumpe ist heute technologisch die beste Lösung – effizient, kostengünstig im Betrieb und klimafreundlich. Wer in sie investiert, hat Planungssicherheit und schützt sich vor steigenden Betriebskosten.“