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Wie du die perfekte Größe für deinen Stromspeicher berechnen kannst

Kombinierst du deine Photovoltaik-Anlage mit einem PV-Speicher, kannst du mehr Solarstrom selbst verbrauchen. Das lohnt sich für dich und für die Umwelt. Auch im Zusammenhang mit einer Wärmepumpe zahlt sich ein Batteriespeicher aus. Wir zeigen dir, wie du die optimale Größe für deinen PV-Speicher berechnen kannst – mit konkreten Beispielen.

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Das Wesentliche in Kürze

  • Wozu überhaupt ein Stromspeicher? Wenn du eine Photovoltaik-Anlage hast, steigerst du mithilfe eines Batteriespeichers deinen Eigenverbrauch – die rentabelste Art, eine PV-Anlage zu betreiben. In Kombination mit einem dynamischen Stromtarif hilft ein Speicher dir außerdem, Strom günstig aus dem Netz zu kaufen und so deine Kosten noch weiter zu senken.

  • Wie groß sollte ein PV-Speicher sein? Empfehlungen zufolge kannst du von etwa 1,5 kWh Speicherkapazität pro 1 kW PV-Leistung ausgehen – und von 1,5 kWh Kapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Eine größere Dimensionierung kann aber ebenfalls sinnvoll sein.

  • Faustformeln sind nicht alles: Du kannst mithilfe einiger Formeln die ungefähr passende Größe deines Stromspeichers berechnen. Letztendlich entscheiden aber viele Faktoren mit – wie dein Stromverbrauch, der gewünschte Autarkiegrad und dein Nutzungsverhalten. Überlasse die Planung daher Profis.

  • Blick in die Zukunft: Gerade, wenn du dich für einen dynamischen Stromtarif entscheidest, kannst du mit einem Batteriespeicher viel Geld sparen. Du kaufst Strom dann ein, wenn er im Überfluss zur Verfügung steht und deshalb günstig ist. Der Strommarkt wird sich in Zukunft wahrscheinlich immer mehr auf eine umfassende und flexiblere Nutzung von Speichern ausrichten. 

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Auf diese Vorteile eines PV-Speichers solltest du nicht verzichten

Bevor wir uns anschauen, wie groß dein PV-Speicher sein sollte, zunächst die Frage: Brauchst du überhaupt einen? Die kurze Antwort lautet: Nicht unbedingt, aber finanziell zahlt sich das in der Regel aus. Warum? Sehen wir uns zwei mögliche Szenarien dazu an.

Szenario 1: Du betreibst eine PV-Anlage mit Speicher.

Ohne PV-Speicher kannst du etwa 30 Prozent deines erzeugten Solarstroms selbst verbrauchen. Den Rest speist du ins Stromnetz ein. Da die Einspeisevergütung, die du dafür erhältst, vergleichsweise gering ist, lohnt sich die Investition in einen Photovoltaik-Stromspeicher: Dein Eigenverbrauchsanteil steigt so auf etwa 70 Prozent

Besonders wichtig ist ein Speicher für deine Solaranlage, wenn du mittags nicht zu Hause bist. Denn dann produziert deine Anlage am meisten Solarstrom, der dir ohne Batteriespeicher verloren geht. 

Szenario 2: Du kombinierst Wärmepumpe und Stromspeicher.

Selbst ohne Photovoltaik-Anlage kann ein Stromspeicher Gewinn bringen. Du speicherst dann keinen Solarstrom, sondern Strom aus dem Netz. Das ist nur dann sinnvoll, wenn du einen dynamischen Stromtarif hast und diesen intelligent steuern kannst: Damit profitierst du von den ständig schwankenden Börsenpreisen und kaufst zu den günstigsten Preismomenten ein. 

Das heißt für dich: Du kaufst Strom, wenn die Preise niedrig sind (zum Beispiel nachts), und verbrauchst ihn, wenn andere viel Geld dafür zahlen müssen. Somit machst du dich unabhängiger von Stromanbietern und reduzierst die laufenden Kosten für deine Wärmepumpe locker um die Hälfte.

Du kannst natürlich auch alles kombinieren: PV-Anlage, Wärmepumpe, Wallbox und Speicher sowie einen dynamischen Stromtarif wie Dynamic Pulse von 1KOMMA5°. Idealerweise lässt du dein System von einem smarten Energiemanagementsystem wie Heartbeat AI von 1KOMMA5° steuern.

Die Vorteile eines Stromspeichers im Überblick

Im Idealfall greifen alle Stromflüsse perfekt ineinander, sodass dein Eigenverbrauchsanteil für Solarstrom möglichst hoch und deine Kosten für Netzstrom möglichst niedrig sind. 

Dann hat ein Stromspeicher viele Vorteile:

Du machst dich unabhängiger, steigerst also deinen Autarkiegrad.

Du senkst deine Kosten für Strom erheblich – 50 Prozent Ersparnis sind nicht unrealistisch.

Die Kosten für den Speicher amortisieren sich bei guter Planung schnell. 

Gleichzeitig trägst du zum Umweltschutz bei, sofern du dank des Speichers mehr Solarstrom nutzt. 

Nicht zuletzt hilfst du, das Stromnetz zu entlasten: Statt Solarstrom einzuspeisen, wenn ohnehin zu viel produziert wird und Lastspitzen entstehen, verbrauchst du ihn selbst. Und in Zeiten mit einem Überangebot an Strom kannst du diesen günstig kaufen und auch so zur Netzstabilität beitragen. 

Nun aber zurück zur eigentlichen Frage: Welche Größe sollte dein Batteriespeicher haben?

Die richtige Speichergröße: nicht zu groß, nicht zu klein

Eine zu kleine Speicherkapazität ist ungünstig, weil du nicht genügend Strom speichern kannst und dir dadurch günstiger bzw. eigens produzierter Strom verloren geht. Eine zu große Dimensionierung funktioniert aber auch nicht, denn dann wird der PV-Speicher nur teilweise voll – du nutzt ihn nicht aus und hast aufgrund der Größe zu viel Geld bezahlt, sodass er sich nicht rentiert.

Wenn wir die Größe eines PV-Speichers berechnen, streben wir an, dass 

  • er an einem durchschnittlichen Tag einmal aufgeladen und über Nacht entladen wird bzw.,

  • dass es pro Jahr mindestens 250 vollständige Ladezyklen gibt. 

So ist dein Speicher gut ausgelastet und damit verlängert sich seine Lebensdauer: Er sollte nämlich nach Möglichkeit weder dauerhaft voll noch dauerhaft leer sein. 

Nun sagt sich das mit dem Berechnen der Größe bei Batteriespeichern so leicht: Im Sommer steht schließlich viel mehr Solarstrom zur Verfügung als im Winter, jeder Tag ist anders und ohnehin kommt es auf dein Nutzungsverhalten an. Am Ende muss also immer ein Kompromiss her. Die typische Speicherkapazität liegt bei Heimspeichern oft zwischen 5 und 10 kWh – welche ist perfekt für dich? 

Werfen wir einen Blick auf die Faktoren, welche die Speichergröße beeinflussen. 

Wovon hängt die perfekte Größe eines Batteriespeichers ab?

Wie groß ein PV-Speicher sein sollte, hängt von mehreren Faktoren ab:

Stromverbrauch

Je höher dein Jahresstromverbrauch, desto größer sollte auch dein Speicher sein – logisch. Schließlich nutzt dir ein winziger Speicher nichts, wenn du jeden Tag ein Vielfaches an Strom brauchst. 

Stromverbrauch in Zukunft

Bei der Speichergröße kannst du gleich mitdenken, wie sich dein Jahresstromverbrauch in Zukunft verändern wird. Planst du zum Beispiel eine Wärmepumpe oder ein E-Auto? Bist du noch unsicher, kannst du auf modulare Speicher setzen – sie lassen sich flexibel erweitern. 

Leistung deiner Photovoltaik-Anlage

Wenn du einen deutlichen Überschuss an Solarstrom produzierst, lohnt sich auch ein Speicher. Das Gleiche gilt, wenn du mit einem dynamischen Stromtarif günstigen Netzstrom zukaufst. 

Nutzungsverhalten

Bist du mittags oft zu Hause und kannst Strom aus deiner Photovoltaik-Anlage direkt verbrauchen? Dann darf dein Speicher kleiner ausfallen. Umgekehrt ist eine höhere Kapazität gut, wenn du besonders morgens und abends viel Strom brauchst.

Autarkiegrad

Wie unabhängig möchtest du dich machen? Bedenke, dass ein 100%iger Autarkiegrad derzeit nicht wirtschaftlich möglich ist – der Speicher müsste viel zu groß und damit zu teuer sein. 60 oder 70 Prozent lassen sich aber durchaus erreichen. 

Wirtschaftlichkeit

Die perfekte Größe deines Batteriespeichers liegt in der Schnittmenge zwischen einem hohen Eigenverbrauchsanteil, einer Kapazität, die zu deinem (jetzigen und eventuell auch künftigen) Stromverbrauch passt, und einem angemessenen Preis – der soll sich schließlich amortisieren. 

Wir haben die Zukunft schon angesprochen – ein Grund für einen größeren Speicher könnte die geplante Anschaffung großer Verbraucher sein. Einen weiteren – sehr guten – Grund sehen wir uns jetzt an. 

Einsatz des Speichers am Strommarkt – eine künftige Einnahmequelle

Wenn du deinen Speicher als Werkzeug nutzt, um aktiv am Strommarkt teilzunehmen und in Zukunft mit Strom zu handeln, sollte dein Speicher größer sein als es dein tatsächlicher Strombedarf oder -verbrauch es heute verlangt. So kannst du perspektivisch zusätzlichen Gewinn erzielen. Eine intelligente Steuerbarkeit, wie sie mit Heartbeat AI von 1KOMMA5° einhergeht, ist dafür Voraussetzung. Sie gewährleistet, dass dein System die Stromflüsse in deinem Haus zwischen Solaranlage, Verbrauchern, Speicher, zugekauftem und verkauftem Strom so effizient wie möglich handhabt und das Beste für dich herausholt.

Klingt alles noch etwas abstrakt? Machen wir die Größenberechnung an ein paar Rechenbeispielen konkret. 

Mit diesen Formeln kannst du die Größe deines Stromspeichers berechnen

Pauschale Empfehlungen wie ein 1:1-Verhältnis zwischen PV-Leistung und Kapazität des Batteriespeichers greifen zu kurz. Eine gute Herangehensweise ist es, PV-Leistung (sofern vorhanden) und Stromverbrauch bei der Berechnung der Speichergröße ins Verhältnis zu setzen

Empfehlungen der HTW Berlin für die Größe von Batteriespeichern

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin hat die genannten Größen untersucht und drei Empfehlungen herausgegeben:

  1. Damit ein Batteriespeicher sinnvoll ist, muss es zunächst einen Überschuss an Strom geben: mindestens 0,5 kW PV-Leistung pro 1.000 kWh Stromverbrauch (im Jahr) lautet die Empfehlung. Allerdings relativiert sich dieser Punkt, wenn du einen dynamischen Stromtarif nutzt und daher häufig sehr günstigen Strom einkaufen kannst. 

  2. Pro 1 kW PV-Leistung empfiehlt die HTW bis zu 1,5 kWh Kapazität für den Speicher.

  3. Analog dazu: Pro 1.000 kWh Stromverbrauch im Jahr empfiehlt die HTW ebenfalls bis zu 1,5 kWh Speicherkapazität. 

Diese Größen werden ins Verhältnis gesetzt, sodass sich folgende Empfehlungen für die Dimensionierung von PV-Speichern ergeben:

Rechenbeispiel 1: Stromspeicher-Größe berechnen laut HTW-Tabelle

Sagen wir, du lebst in einem Einfamilienhaus. Ihr seid zu viert und habt eine Wärmepumpe. Pro Jahr liegt euer Stromverbrauch bei 8.000 kWh. Außerdem habt ihr auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert. Sie hat eine Nennleistung von 10 kWp

Jetzt brauchst du nur in der Tabelle nachzuschauen: 10 kWp PV-Leistung und 8.000 kWh Stromverbrauch im Jahr ergeben eine empfohlene Speicherkapazität von 12,0 kWh

Tipp: Achte darauf, dass du bei der Wahl deines Speichers die nutzbare Kapazität im Blick hast. Das ist die Kapazität, die dir tatsächlich zur Verfügung steht. Im Datenblatt findest du außerdem die Nennkapazität, die größer ist – doch die nutzbare sollte dein Richtwert für diese Berechnung sein. 

Noch eine Möglichkeit, die Größe eines PV-Speichers zu berechnen

Für diese Berechnung brauchst du zum einen deinen Strombedarf pro Jahr und zum anderen einen bestimmten Faktor. Dieser richtet sich danach, wann du Strom erzeugst (oder kaufst) und wann du ihn hauptsächlich verbrauchst:

Und so kannst du die Größe deines Stromspeichers berechnen:

Kapazität = (Jahresstromverbrauch ÷ 365) * Faktor

Rechenbeispiel 2: Wie groß sollte der PV-Speicher sein?

Gehen wir von denselben Zahlen wie beim vorigen Rechenbeispiel aus: Dein Stromverbrauch im Jahr liegt bei 8.000 kWh. Die Mitglieder deiner Familie sind berufstätig oder gehen zur Schule, sodass mittags niemand zu Hause ist. Ihr verbraucht also hauptsächlich morgens und abends Strom. Deine PV-Anlage ist nach Süden ausgerichtet und erzeugt zur Mittagszeit am meisten Strom. Laut Tabelle ergibt sich daher der Faktor 0,6.

Und so sieht die Rechnung aus:

Kapazität = (8.000 kWh ÷ 365) * 0,6 ≈ 13,15

Die empfohlene Speicherkapazität beträgt 13,15 kWh nutzbare Energie. Du siehst: Das Ergebnis unterscheidet sich in beiden Berechnungen nicht sehr stark.

Energiemanager Heartbeat
Stromspeicher

Unsere Stromspeicher passen sich an dein Zuhause an.

Natürlich helfen wir dir gern, die optimale Größe für deinen Stromspeicher zu berechnen. Dabei haben wir alle wichtigen Faktoren im Blick – allen voran die Wirtschaftlichkeit. Mit guter Planung zahlt sich dein Speicher auf jeden Fall aus. Und er lässt sich flexibel erweitern. 

Bei uns bekommst du deinen Batteriespeicher außerdem im smarten Gesamtpaket mit dynamischem Stromtarif und intelligenter Steuerung: Unsere künstliche Intelligenz, Heartbeat AI, lenkt für dich alle Stromflüsse, -käufe und -verkäufe vollautomatisch und immer zu deinem finanziellen Vorteil. Du kannst dich zurücklehnen und den Blick auf dein Konto genießen. 

Fazit: Stromspeicher ja – Dimensionierung gern großzügig.

Ein paar Empfehlungen hast du jetzt kennengelernt, um die Größe deines PV-Speichers zu berechnen. In Stein gemeißelt sind sie nicht: Ein Stromspeicher kann auch größer ausfallen, ohne dass das die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt – insbesondere, wenn du große Verbraucher wie eine Wärmepumpe oder ein E-Auto hast oder planst, dich in Zukunft aktiv am Strommarkt zu beteiligen.

Wichtig ist: Die Berechnung sollten Profis durchführen. Lass dich also gern hier inspirieren, aber vertraue am Ende den Fachleuten. Bei 1KOMMA5° rechnen wir für dich die optimale Speichergröße aus und erklären dir auf Wunsch, wie wir zu unserem Ergebnis kommen. Mit einem dynamischen Stromtarif wie Dynamic Pulse von 1KOMMA5° zahlt sich dein Speicher auf jeden Fall aus.