Photovoltaik-Speicher sind eine feine Sache: Mit ihrer Hilfe kannst du deutlich mehr Solarstrom selbst nutzen, anstatt ihn einzuspeisen, und zusätzlich günstigen Netzstrom speichern. Aber was kostet ein Stromspeicher? Die Spanne ist breit. Wir zeigen dir, wie du die Kosten für einen Solarspeicher beurteilen und vergleichen kannst.
Kosten für Solarspeicher 2025: Die Kosten für PV-Speicher bewegen sich etwa zwischen 400 und 1.600 Euro – eine große Spanne. Der Preis allein ist aber nicht aussagekräftig. Du musst die Größe, Installationskosten, Lebensdauer, die nutzbare Energie und den Wirkungsgrad des Speichers berücksichtigen.
Lohnt sich ein Speicher? Stromspeicher amortisieren sich in der Regel – bringen also mehr Geld rein, als sie kosten. Hier kommt es entscheidend auf die Lebensdauer an: Während manche Speicher nach einer Garantiezeit von 10 Jahren aufgeben, können hochwertige Speicher auch 20 Jahre halten. Noch werden Batteriespeicher vorwiegend mit PV-Anlagen eingesetzt. Doch auch ganz ohne Solaranlage kannst du von einem Batteriespeicher profitieren: Du kaufst – mit einem dynamischen Stromtarif – Strom zu günstigsten Preisen aus dem Stromnetz und verwendest ihn, um zu den teuren Zeiten deine Verbraucher wie eine Wärmepumpe zu versorgen.
Wie schnell amortisiert sich ein Speicher? Das kommt auf die Größe, die Kosten, eine eventuelle Förderung und weitere Bedingungen an. Manchmal dauert es nur wenige Jahre, im Durchschnitt sind 10–14 Jahre realistisch – und bei einer Lebensdauer von 20 Jahren auch kein Problem.
Lohnt sich die Nachrüstung? Wenn du eine sehr hohe Einspeisevergütung bekommst, weil deine Photovoltaik-Anlage schon lange läuft, lohnt sich eine Nachrüstung erst, wenn die Einspeisevergütung ausgelaufen ist. Für neuere Anlagen ist ein PV-Speicher meist eine hervorragende Investition.
Zunächst einmal ist es wichtig, dass du nicht die Endkosten für einen „fertigen“ PV-Speicher, sondern die Kosten pro Kilowattstunde Speicherkapazität betrachtest:
Ein 5-kWh-Speicher kostet 6.000 Euro? Dann liegt der Preis pro Kilowattstunde Kapazität bei 1.200 Euro.
10-kWh-Speicher für 10.000 Euro? Macht 1.000 Euro pro Kilowattstunde Kapazität.
Tendenziell sind größere Speicher pro Kilowattstunde Speicherkapazität günstiger als kleinere.
Pro Kilowattstunde Speicherkapazität zahlst du derzeit zwischen 400 und 1.600 Euro. Du siehst, die Spanne ist riesig. Das liegt daran, dass Speicher einfach nicht gleich Speicher ist:
Lebensdauer des Speichers
Die Lebensdauer des Speichers spielt eine Rolle. Wenn ein günstiger 5-kWh-Speicher pro Kilowattstunde nur 600 Euro kostet, aber nach 10 Jahren kaputt geht – dann wäre es wahrscheinlich lukrativer gewesen, 700 Euro pro Kilowattstunde zu investieren und 15 Jahre lang etwas davon zu haben.
Erreichbare Ladezyklen
Die Lebensdauer richtet sich auch nach den erreichbaren Ladezyklen – etwa 200 bis 250 Ladezyklen im Jahr durchläuft ein PV-Speicher im Schnitt. Schafft ein günstiger Stromspeicher insgesamt 5.000 Ladezyklen, kannst du seinen Preis nicht eins zu eins mit einem hochwertigen Speicher vergleichen, der 10.000 Ladezyklen meistert.
Nutzbare Energie
Die nutzbare Energie ist ebenfalls wichtig. Das ist die Menge an Solarstrom, die du tatsächlich speichern kannst. Es kann sein, dass du zwei Batteriespeicher mit einer Nennkapazität von 15 kWh vergleichst, aber einer davon hat eine nutzbare Energie von 12 kWh und der andere von 13 kWh – der zweite schneidet hier besser ab. Warum? Die Nennkapazität ist die maximale Menge an speicherbarer Energie, die der Hersteller unter idealen Bedingungen berechnet hat. Die nutzbare Energie hingegen steht dir tatsächlich in der Praxis zur Verfügung.
Wirkungsgrad
Beim Speichern von Strom kommt es zu Verlusten. Das ist normal und nicht zu ändern – die Frage ist nur, wie groß die Verluste sind. Das gibt dir der Wirkungsgrad an. Je höher er ist, desto geringer sind die Verluste. Moderne Speicher erreichen hohe Wirkungsgrade von rund 95 Prozent.
Kosten für die Installation
Nicht zuletzt musst du herausfinden, ob der Preis für deinen PV-Speicher schon die Kosten für die Installation beinhaltet und, wenn nicht, wie viel diese kostet. Die Kosten für den Stromspeicher wirken sonst vielleicht niedrig, aber du zahlst noch einmal 1.000 bis 4.000 Euro für die Installation.
Eine grobe Faustregel lautet: 1.000 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität sind eine gute Orientierung, wenn du einen Speicher von hoher Qualität kaufen möchtest. Eine lange Lebensdauer zahlt sich aus – auch bei höherem Preis. Wir kommen später nochmal auf die Lebensdauer zurück.
Es gibt unterschiedliche Speichertechnologien. Mittlerweile veraltet sind Blei-Säure-Akkus. Diese PV-Speicher kosten zwar deutlich weniger als die inzwischen standardmäßig verbauten Lithium-Ionen-Batteriespeicher, sie sind aber weniger sicher und ihr Wirkungsgrad sowie ihre Lebensdauer sind deutlich geringer. Noch hochwertiger (und etwas teurer) sind Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die in Sachen Wirkungsgrad, Sicherheit und Lebensdauer das Rennen machen. Deshalb verbaut 1KOMMA5° diesen Typ.
Außerdem gibt es AC- und DC-Stromspeicher:
Diese Batteriespeicher haben einen eigenen Wechselrichter. Deine Photovoltaik-Anlage produziert Gleichstrom, wandelt ihn aber in Wechselstrom für den Haushalt um. Der Wechselrichter im Speicher macht daraus wieder Gleichstrom, um ihn zu speichern – und dann erneut Wechselstrom, wenn du Strom für den Haushalt brauchst.
Bei einem DC-Stromspeicher entfallen diese Umwandlungen. Der Solarstrom aus der Photovoltaik-Anlage gelangt als Gleichstrom direkt in den Batteriespeicher. Erst für die Nutzung im Haushalt wird daraus dann Wechselstrom. So entstehen weniger Verluste, die Speicher können aber insbesondere bei der Nachrüstung teurer sein.
Gut zu wissen: Speicher mit Notstromfunktion
Bei einem Stromausfall versorgen weder deine Photovoltaik-Anlage noch dein Stromspeicher dein Haus automatisch mit Strom. Dafür müssen sie mit einer Notstrom- oder Ersatzstromfunktion ausgestattet sein. Das wirkt sich ebenfalls auf den Preis aus.
Außerdem gilt: Im Gesamtpaket mit einer Photovoltaik-Anlage sind die Kosten für Solarspeicher meist etwas niedriger.
Speicher ohne PV-Anlage – warum lohnt sich das?
Die Anschaffung eines Stromspeichers kann sich auch ohne Solaranlage aus mehreren Gründen lohnen, die sowohl finanzielle als auch praktische Vorteile bieten:
Optimierung deines Stromverbrauchs: Mit einem Stromspeicher kannst du deinen gespeicherten Strom zu Zeiten nutzen, in denen die Strompreise im Netz höher sind. Du lädst den Speicher mithilfe eines dynamischen Stromtarifs in den günstigeren Zeiten, wie nachts oder bei Niedrigtarifen. Dadurch senkst du deine Energiekosten erheblich. Das ist gerade bei großen Verbrauchern wie der Wärmepumpe oder der heimischen Ladestation fürs E-Auto praktisch.
Beitrag zur Netzstabilität: Ein Stromspeicher trägt dazu bei, unser Stromnetz stabiler zu machen. Du nimmst Strom in Zeiten ab, in denen viel davon vorhanden ist, und verbrauchst ihn, wenn im Netz hohe Nachfrage herrscht. Du sorgst also für einen gewissen Ausgleich.
Förderung erneuerbarer Energien: Günstig wird der Strom im Netz meist dann, wenn viel Sonnen- und Windkraft eingespeist wird. Du bekommst also nicht nur Top-Preise, sondern auch besonders umweltfreundlichen Strom.
Wie wir schon erwähnt haben, amortisieren sich Batteriespeicher bei guter Planung so oder so. Dennoch ist es natürlich prima, wenn du mithilfe einer Förderung die Kosten für deinen PV-Speicher noch weiter senken kannst.
Bundesweite Förderprogramme mit hohen Zuschüssen (wie für Wärmepumpen) gibt es dafür allerdings derzeit nicht. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kannst du im Rahmen des Programms 270 einen zinsgünstigen Kredit für die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage oder eines Speichers beantragen.
Darüber hinaus bieten manche Städte, Gemeinden oder Landkreise eine kommunale Förderung an. Die Spanne ist auch hier groß: Einige Hundert bis mehrere Tausend Euro kannst du bekommen. Nachschauen lohnt sich also.
Sagen wir, du lebst mit deiner Familie in einem Einfamilienhaus und ihr habt einen durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 4.500 kWh. Bei einem Strompreis von 35 Cent zahlt ihr also pro Jahr 1.575 Euro für Strom.
Nach eingehender Beratung installiert ihr eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 10 kWp. Sie wird im Jahr ungefähr 10.000 kWh Strom produzieren. So viel könnt ihr dadurch sparen:
Ohne Speicher könnt ihr etwa 37 Prozent eures Strombedarfs mit Solarstrom decken. Das sind also 1.665 kWh. Dein Solarstrom kostet dich etwa 6 Cent/kWh. Also kommen für den Solarstrom 99,90 Euro zusammen.
Die fehlenden 2.835 kWh kauft ihr zu einem Strompreis von 35 Cent und zahlt dafür 992,25 Euro.
Außerdem könnt ihr 8.335 kWh Solarstrom ins Netz einspeisen. Dafür bekommt ihr eine Einspeisevergütung. Sie liegt derzeit (Stand: März 2025) bei 0,794 ct/kWh. Das ergibt 661,80 Euro für euer Konto.
Gesamtkosten: 99,90 + 992,25 - 661,80 = 430,35 Euro Stromkosten pro Jahr.
Euer Gesamtergebnis: Pro Jahr spart ihr mit eurer PV-Anlage 1.144,65 Euro.
Hat eure PV-Anlage 15.000 Euro gekostet, hat sie sich nach 13 Jahren schon amortisiert. Sie kann aber 25, 30 oder mehr Jahre halten.
Mit einem Batteriespeicher könnt ihr euren Eigenverbrauch an Solarstrom erhöhen. Das macht euch zugleich unabhängiger von den Strompreisen. Plant ihr die oben genannte PV-Anlage mit einem Stromspeicher mit 10 kWh Speicherkapazität, so könnt ihr etwa 79 Prozent eures Bedarfs decken. Das bedeutet:
3.555 kWh von euren benötigten 4.500 kWh produziert ihr selbst. Dieser kostet 213,30 Euro.
Die restlichen 945 kWh kauft ihr zu 35 Cent ein: 330,75 Euro.
Außerdem könnt ihr 6.445 kWh einspeisen und erhaltet dafür eine Einspeisevergütung in Höhe von 511,73 Euro.
Gesamtkosten: 213,30 + 330,75 - 511,73 = 32,31 Euro Stromkosten pro Jahr.
Gesamtersparnis gegenüber reinem Netzstrom: 1.542,69 Euro.
Für eine PV-Anlage mit Stromspeicher sind die Kosten natürlich höher. Rechnen wir mit 25.000 Euro, amortisiert sich eure Anlage mit Speicher nach etwas über 16 Jahren – und bringt euch für jedes weitere Jahr, das sie hält, dieselbe hohe Ersparnis pro Jahr ein (abhängig von den Strompreisen).
Die Rendite kann hier also sogar höher ausfallen als für eine Anlage ohne Speicher – abhängig davon, wie hoch die Strompreise sind und wie lang die Lebensdauer des Speichers ist.
Wir stellen euch gleich ein noch kosteneffektiveres System vor. Doch zunächst werfen wir einen kurzen Blick auf die Lebensdauer eines Speichers.
Es gibt zwei Arten, die Lebensdauer eines Stromspeichers anzugeben: Oft findest du sowohl eine Angabe zu einer garantierten Zeit in Jahren, die dein Speicher halten soll, und eine Angabe zur Anzahl der Ladezyklen, über die wir oben schon gesprochen haben.
Dein Batteriespeicher verliert Speicherkapazität sowohl mit den Jahren als auch mit den durchlaufenen Ladezyklen. Das ist normal und unvermeidlich. Allerdings bedeutet das nicht, dass dein Speicher am Ende der Lebensdauer „kaputt“ ist. Vielmehr gilt: Stromspeicher haben „offiziell“ ihre Lebensdauer erreicht, wenn sie noch 80 Prozent ihrer ursprünglichen Speicherkapazität haben. Du kannst aber den Speicher danach weiterhin verwenden und er speichert auch weiterhin Strom – nur eben nicht mehr ganz so viel.
Eine Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren gilt als Minimum. Hochwertige Speicher schaffen mittlerweile auch 20 Jahre. Mehrere Tausend Ladezyklen sind üblich – so garantieren wir bei 1KOMMA5° zum Beispiel 4.445 Vollladezyklen bzw. eine Lebensdauer von 10 Jahren. Auch das ist nur die „offizielle“ Garantie. Wie lange dein Speicher in der Praxis wirklich hält, hängt von der individuellen Nutzung ab.
In vielen Fällen ist trotz der zusätzlichen Kosten ein PV-Speicher auch nachträglich sinnvoll. Die Ausnahme davon wäre, dass du deine Photovoltaik-Anlage schon sehr lange betreibst und noch eine hohe Einspeisevergütung erhältst. Zu Beginn der 2000er-Jahre überstieg die auf 20 Jahre festgelegte Einspeisevergütung deutlich den Strompreis.
Wenn deine hohe EEG-Vergütung aber jetzt ausläuft, deine Anlage neuer ist oder du überhaupt erst jetzt eine PV-Anlage anschaffen möchtest, ist ein Speicher eine gute Wahl.
Du hast oben schon gesehen, dass sich die Kosten für Solarspeicher amortisieren. Was wäre, wenn es deutlich schneller ginge? Das funktioniert mit einem smarten Gesamtsystem wie dem von 1KOMMA5°:
Du nutzt deinen Stromspeicher wie üblich, um Solarstrom aus deiner PV-Anlage zu speichern.
Zusätzlich kannst du deinen Speicher mit Strom aus dem Netz laden. Das lohnt sich, wenn du einen dynamischen Stromtarif wie Dynamic Pulse von 1KOMMA5° hast, denn dann zahlst du keinen festen Strompreis, sondern der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage am Strommarkt.
Wenn viel Strom zur Verfügung steht (oft mittags und nachts), sinken die Preise und du lädst deinen Speicher für wenige Cent pro Kilowattstunde – bisweilen sogar kostenlos!
Wenn die Preise steigen, verwendest du entspannt den Strom aus deinem Speicher.
Darum musst du dich nicht selbst kümmern: Ein intelligentes Energiemanagementsystem namens Heartbeat AI erledigt das vollautomatisch für dich.
Dieses Setup lohnt sich – umso mehr, je höher dein Stromverbrauch ist. Wärmepumpe oder E-Auto vorhanden oder geplant? Super! Du reduzierst deine Stromkosten auf ein Minimum. Gleichzeitig verbessert das Laden mit intelligenter Steuerung auch die Lebensdauer deines Speichers – also eine Win-win-Situation, die auch die Verbraucherzentrale empfiehlt.
Entdecke unsere 1KOMMA5° Batteriespeicher: Sie fügen sich perfekt in dein smartes Gesamtsystem ein und sind kompatibel mit Heartbeat AI, unserem smarten Energiemanagement. Dazu statten wir dich auf Wunsch mit unserem dynamischen Stromtarif aus, sodass du die Kosten für deinen Solarspeicher innerhalb kürzester Zeit wieder raus hast.
Bei 1KOMMA5° arbeiten wir mit hochwertigen Lithium-Eisenphosphat-Batterien, die für ihre lange Lebensdauer und ihren hohen Wirkungsgrad bekannt sind. Sie können flexibel mit dir mitwachsen: Kaufst du dir zum Beispiel eine Wärmepumpe, gibt’s einfach ein weiteres Speichermodul dazu.
Mit einem Stromspeicher steigerst du deinen Eigenverbrauch an Solarstrom – er eröffnet dir aber auch weitere spannende Sparpotenziale. Zum Beispiel kannst du deinen Speicher auch mit günstigem Netzstrom laden, wenn du einen dynamischen Stromtarif abschließt. Insbesondere im smarten Gesamtpaket zahlt sich dein Speicher dann schnell aus. Das ist gut für dich und auch fürs Klima.
Lass dich am besten ausführlich beraten, wenn du die Kosten für Solarspeicher vergleichst. Wie du gesehen hast, gibt es dabei viele Dinge zu beachten, und Speicher ist nicht gleich Speicher. Mit Blick auf die Zukunft sollte dein Speicher in der Lage sein, Signale vom Strommarkt zu verarbeiten und für dich den günstigsten Strom zu speichern. Wir erklären dir gern, wie das alles zusammenhängt.