Mittwochabend, 27. November, in Berlin: ZEIT für Klima im Forschungs- und Entwicklungszentrum von 1KOMMA5°. Auf Einladung von Studio ZX kamen Luisa Neubauer, Claudia Kemfert, Dr. Malte Sunderkötter, Katharina Beck und Andreas Jahn zur Diskussion zusammen - 100 Gäste füllten das Techlab. Das Thema: Nicht weniger als die Transformation der Energiebranche. Und die Zeit drängt, darüber sind sich alle einig.
Den Kopf in den Sand stecken? Das wäre zu einfach. Mut war ein zentrales Thema des Abends. Transformation erfordert neben dem Bewusstsein für die Herausforderungen immer auch die Entschlossenheit zu handeln: „Klimaaktivismus muss jedes verfügbare Mittel einsetzen, auch den Kapitalismus!“, sagt Philipp Schröder, CEO und Co-Founder von 1KOMMA5°. Die Energiewende ist ein Gemeinschaftsprojekt, das das Engagement aller erfordert - sei es politisch, technologisch oder gesellschaftlich. Um Menschen zu erreichen, muss das Thema zugänglich gemacht werden. Dafür reicht nicht nur eine Geschichte für alle. Individuelle Erzählungen, die im Alltag der Menschen verankert sind, sind entscheidend.
Luisa Neubauer, Autorin und Klimaaktivistin, betonte: „Der Kampf ist erst zuende, wenn Ökologie neben Ökonomie in allen politischen Entscheidungen selbstverständlich mitgedacht wird.” Eine Aussage, die auch Schröder, der selbst als Jugendlicher bei Greenpeace aktiv war und etwa gegen das Endlager Gorleben unweit seines Elternhauses demonstrierte, unterstrich: „Klimapolitik ist nicht tot – das Thema wird sich immer wieder melden. Tot ist nur ein gesellschaftlicher Diskurs, der keine neuen Ideen zulässt.“