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Wärmepumpen können mit vielen Heizkörpern effizient arbeiten. Hier findest du eine Übersicht und Tipps für die Optimierung – damit du am meisten sparst.
Wärmepumpen funktionieren auch mit Heizkörpern: Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass nur Fußbodenheizungen funktionieren. Eine aktuelle Fraunhofer-Studie belegt: Wärmepumpen arbeiten auch in Bestandsgebäuden ohne Fußbodenheizungen zuverlässig und oft überraschend effizient.
Glieder- und Röhrenheizkörper prüfen: Diese veralteten Radiatoren verteilen die Wärme aufgrund fehlender Konvektionsbleche oft nicht effizient genug. Nur wenn sie gedämmten Altbauten stark überdimensioniert sind, ist der Betrieb möglich.
Plattenheizkörper oft ausreichend: Du kannst den Praxistest machen, indem du an kalten Wintertagen die Vorlauftemperatur deiner Heizung auf 50 Grad stellst. Wird es warm genug? Dann eignen sich deine Plattenheizkörper meist problemlos.
Spezielle Wärmepumpenheizkörper: Diese Niedertemperaturheizkörper nutzen kleine Ventilatoren zur besseren Wärmeverteilung und ermöglichen niedrigste Systemtemperaturen– ideal für die Sanierung.

Bekannt aus
Bevor wir in die Technik einsteigen, räumen wir direkt mit einem zentralen Vorurteil auf. Viele Hausbesitzer glauben, dass Wärmepumpen nur in top-isolierten Neubauten Sinn ergeben. Das ist falsch.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat in einer Feldstudie reale Bestandsgebäude untersucht. Das Ergebnis: Auch in Häusern, die vor dem Jahr 2000 gebaut wurden und normale Heizkörper nutzen, arbeiteten die Wärmepumpen zuverlässig. Oft reichten Vorlauftemperaturen von unter 50 Grad aus, um die nötige Behaglichkeit zu sichern.
Wir holen kurz aus, um die Frage zu beantworten: Konventionelle Heizungen, die mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl heizen, erreichen sehr hohe Vorlauftemperaturen – teilweise bis zu 90 Grad. Wärmepumpen können zwar ebenfalls hohe Vorlauftemperaturen leisten, sie arbeiten aber am effizientesten und günstigsten bei Temperaturen von etwa 35 bis 55 Grad (je niedriger, desto besser).
Gut zu wissen: Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, die das Heizwasser erreichen muss, bevor es in deinem System effektiv für das Heizen eingesetzt werden kann. Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur ist, desto kostengünstiger arbeitet dein System.
Wärmepumpen stellen andere Heizsysteme in puncto Effizienz problemlos in den Schatten: Sie machen aus nur einer einzigen Kilowattstunde Strom drei, vier oder sogar fünf Kilowattstunden Wärmeenergie. Moderne Brennwertkessel nutzen den Energiegehalt des Brennstoffs zwar sehr gut aus (bis zu 98 %), können aber niemals mehr Energie liefern, als im Rohstoff steckt. Die Wärmepumpe hingegen "vermehrt" die eingesetzte Energie durch Umweltwärme.
Bei dauerhaft zu hohen Vorlauftemperaturen lohnt sich der Betrieb einer Wärmepumpe allerdings nicht – ihre Effizienz sinkt dann deutlich ab. Du musst dir nun die Frage stellen, welche Vorlauftemperatur für dein Haus ausreichend ist. Die Antwort hängt entscheidend von der Größe deiner Heizkörper ab – oder genauer gesagt, von der Fläche, über die deine Heizflächen Wärme abgeben können.
Hier gilt die Faustformel: Je größer die Fläche des Heizkörpers, desto geringer kann die Wassertemperatur sein, um den gleichenWärmebedarfzu decken. Deshalb sind Fußbodenheizungen ideal, aber große Plattenheizkörper (z. B. Typ 33) sind oft völlig ausreichend.
Wichtig: Eine Beratung rund um das Thema Wärmepumpe schadet nicht. Fachbetriebe wie zum Beispiel die regionalen Meisterbetriebe von 1KOMMA5° bringen viel mehr Wissen mit, als in einen Artikel passt – sie können genau einschätzen, ob eine Wärmepumpe (auch im Altbau) zufriedenstellend heizen kann.
Die Tabelle zeigt dir die gängigsten Heizkörper und ihr Potenzial für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe. Weiter unten erklären wir dir den Unterschied zwischen Strahlungs- und Konvektionswärme – beides kommt in der Tabelle vor.
Nicht jeder Heizkörper ist gleich gut für das Heizen mit Umweltwärme geeignet. Hier ist der Check der gängigsten Heizkörpertypen:
Diese klassischen Rippenheizkörper aus Stahl oder Gusseisen findest du oft in unrenovierten Altbauten. Ihr Problem: Sie haben keine Konvektionsbleche. Ihnen fehlt also die wirksame Oberfläche for eine hohe Wärmeleistung bei niedrigen Temperaturen. Klassische Gliederheizkörper arbeiten zwar mit einem hohen Strahlungsanteil, benötigen dafür aber oft heißes Wasser (über 55 Grad). Für den effizienten Wärmepumpenbetrieb sind sie meist ungeeignet, es sei denn, sie sind extrem groß dimensioniert.
Das ist der häufigste Typ in Deutschland. Sie bestehen aus glatten oder profilierten Platten, zwischen denen gewellte Bleche (Konvektionsbleche) sitzen. Diese Bleche vergrößern die Oberfläche enorm und sorgen für eine gute Wärmeverteilung. Moderne Plattenheizkörper (Typ 22 oder 33) eignen sich oft hervorragend für den Betrieb mit einer Wärmepumpe.
Wenn du keine Fußbodenheizung einbauen willst, sind dies die besten Alternativen. Diese speziellen Niedertemperaturheizkörper besitzen kleine, flüsterleise Ventilatoren, die die Luft aktiv durch den Heizkörper bewegen. Dadurch liefern sie selbst bei 35 Grad Vorlauftemperatur eine enorme Heizleistung und sorgen für ein angenehmes Raumklima.
Sonderfall Badezimmer: Der Handtuchheizkörper
Die beliebten Handtuch-Röhrenheizkörper ("Hühnerleitern") im Bad haben oft zu wenig Fläche, um den Raum mit einer Wärmepumpe allein warm zu bekommen. Optimierungsmaßnahmen sind hier: Austausch gegen einen Bad-Planheizkörper oder die Ergänzung durch eine elektrische Heizpatrone, um das Bad bei Bedarf schnell aufzuheizen.
Egal, wie ein Heizkörper aussieht, er kann seine Wärme nur auf zwei Arten abgeben (beziehungsweise sie miteinander kombinieren): direkte Wärmestrahlung oder bewegte Luft (Konvektion).
Heizkörper, die mit Strahlungswärme arbeiten, geben Infrarotstrahlung direkt an Oberflächen im Raum ab. Das funktioniert wie eine kleine Sonne: Sie erwärmt nicht primär die Luft, sondern die Oberflächen (Möbel, Wände, aber auch die Haut). Je größer der Heizkörper, desto intensiver kannst du den Raum erwärmen – auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Flächenheizungen arbeiten mit Strahlungswärme, reagieren dadurch aber auch etwas langsamer.
Konvektionswärme entsteht durch die Erwärmung der Luft. Die warme Luft direkt am Heizkörper beginnt sich zu bewegen und führt so zur Verteilung im Raum – stell dir das wie einen warmen Wüstenwind vor. Bei niedrigen Vorlauftemperaturen sind diese Heizkörper wenig effizient und daher für Wärmepumpen nur bedingt geeignet. Eine Ausnahme sind Gebläsekonvektoren, die auch bei niedrigen Temperaturen genug Wärme bereitstellen und deshalb für Wärmepumpen gut geeignet sind.
Viele Heizkörper kombinieren beide Prinzipien, haben aber meist einen Schwerpunkt. Klassische Glieder- und Röhrenheizkörper arbeiten stark konvektiv, Flächenheizungen nahezu rein über Strahlung.
Es gibt eine einfache Möglichkeit, um herauszufinden, ob du mit deinen Heizkörpern eine Wärmepumpe betreiben könntest. Dafür stellst du die aktuelle Heizung einfach so ein, als wäre sie eine Wärmepumpe. Und das geht so:
Führe den Test an drei aufeinanderfolgenden kalten Wintertagen durch.
Stelle die maximale Vorlauftemperatur deiner Heizungsregelung auf 50 Grad ein.
Wenn du eine manuell einstellbare Umwälzpumpe hast, stelle sie für den Test auf eine höhere Stufe und kontrolliere, ob genug Heizwasser zirkuliert.
Schalte die Nachsenkung aus.
Drehe alle Heizkörper voll auf.
Bleiben die Räume deines Hauses über mehrere kalte Tage angenehm warm? Dann stehen die Chancen gut, dass dein Haus mit den aktuellen Heizkörpern für eine Wärmepumpe geeignet ist. Es ist zu kalt im Haus? Das bedeutet nicht unbedingt das Aus für eine Wärmepumpe, denn es gibt einige Möglichkeiten, wie du sie trotzdem noch wirtschaftlich betreiben kannst. Die zeigen wir dir im nächsten Kapitel, damit du schon mal einen Überblick hast. Aber natürlich fragst du im Zweifel am besten immer deinen Fachbetrieb. Die Profis von 1KOMMA5° rechnen alles genau für dich durch und klären dich ehrlich über deine Möglichkeiten auf.
Es lohnt sich, Profis einen Blick auf dein Haus werfen zu lassen. Sie können beurteilen, welche – vielleicht auch ganz kleinen – Maßnahmen ausreichen, damit du auf umweltfreundliche, günstige Art mit einer Wärmepumpe heizen kannst. Dazu erstellt dein Fachbetrieb eine genaue Berechnung der Heizlast und berücksichtigt viele wichtige Faktoren wie Standort, Wohnfläche, Dämmstandard und bisherige Heizkörperfläche.
Lass uns schauen, welche Optimierungsmaßnahmen du hast, bevor du an einen kompletten Heizungstausch denkst:
Heizkurve anpassen: Oft ist die Heizkurve viel zu steil eingestellt. Eine flachere Kurve sorgt dafür, dass die Vorlauftemperatur nur so hoch wie nötig steigt. Das ist der effizienteste Hebel am Heizsystem.
Hydraulischer Abgleich: Beim hydraulischen Abgleich stellen die Heizungsprofis Ventile, Wärmemenge und Pumpleistung so ein, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Warmwasser versorgt werden. Du kannst dadurch die Vorlauftemperatur senken. Oft werden dabei auch alte Ventile gegen moderne, voreinstellbare Thermostate getauscht.
Dämmung verbessern: Je besser das Haus gedämmt ist, desto weniger musst du heizen. Selbst kleinere Maßnahmen wie die Dämmung der obersten Geschossdecke oder der Austausch von Türen und Fenstern können ausreichend sein. Auch das Dämmen von "nackten" Heizungsrohren im Keller reduziert Wärmeverluste massiv.
Heizkörper-Verstärker (Nachrüstung):Für bestehende Heizkörper gibt es kleine Ventilator-Leisten zur Nachrüstung. Sie werden unter den Heizkörper geklemmt und boosten die Konvektion, sodass der Raum auch bei niedrigeren Temperaturen warm wird.
Hohe Förderungen möglich
Wenn du eine ineffiziente Öl- oder Gasheizung gegen eine Wärmepumpe austauschst, kannst du derzeit sehr hohe Förderungen bekommen – und die solltest du dir nicht entgehen lassen. Je nach Konstellation kannst du die Kosten für deine Wärmepumpe (und auch einen hydraulischen Abgleich) mindestens zur Hälfte erstattet bekommen.

Grundförderung (30 %): Steht allen Hausbesitzenden zu, die auf eine klimafreundliche Heizung umsteigen.
Geschwindigkeitsbonus (20 %): Für alle selbstnutzenden Eigentümer, die ihre funktionstüchtige Gasheizung (älter als 20 Jahre) frühzeitig austauschen. Achtung: Dieser Bonus sinkt ab 2029 schrittweise!
Einkommensbonus (30 %): Für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen des Haushalts von bis zu 40.000 Euro.
Effizienzbonus (5 %): Wenn du eine Wärmepumpe wählst, die ein natürliches Kältemittel (wie Propan/R290) nutzt oder als Wärmequelle Wasser/Erdreich erschließt.
Tipp: Eine wichtige Stellschraube ist aus finanzieller Sicht auch der Strompreis. Zwar muss die Wärmepumpe zunächst einmal dein Haus richtig beheizen können. Ist das aber gegeben, kannst du mit günstigem Strom eine Menge Kosten sparen – bis zu 50 Prozent.
Es kann schon ausreichen, einzelne Heizkörper für eine Wärmepumpe zu optimieren – also beispielsweise die alten Gliederheizkörper durch günstige Plattenheizkörper zu ersetzen. Langfristig ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe (im Vergleich zum Heizen mit Gas oder Öl) oft selbst dann noch günstiger, wenn du einen Heizkörpertausch vornehmen musst.
Bei der Dimensionierung neuer Heizkörper gilt im Altbau: Viel hilft viel. Ein Typ-33-Heizkörper (drei Platten tief) hat bei gleicher Wandgröße viel mehr Fläche als ein flacher Typ 22. Diese "Überdimensionierung" erlaubt es dir, die Vorlauftemperatur drastisch zu senken.
Ein moderner Plattenheizkörper kostet in der Anschaffung oft nur zwischen 150 und 400 Euro (ohne Montage). Spezielle Wärmepumpenheizkörper liegen preislich höher (ca. 400–900 Euro), bieten aber auch eine Zusatzfunktion: Sie können im Sommer kühlen! Normale Heizkörper können das nicht, da sie tropfen würden (Kondenswasser).
Unabhängig davon, mit welchen Heizkörpern du deine Wärmepumpe kombinierst – ein wichtiger Aspekt für ihren kosteneffektiven Betrieb ist der Strompreis. Selbst wenn deine Wärmepumpe nicht mit optimaler Effizienz arbeitet – etwa im Altbau –, kannst du durch die Kombination mit einem dynamischen Stromtarif so viel Geld sparen, dass sie sich trotzdem zügig auszahlt.
Wie das geht? Mit einem dynamischen Stromtarif wie Dynamic Pulse von 1KOMMA5° zahlst du für Strom immer die Kosten, die aktuell an der Strombörse gelten – und die schwanken ständig. Eine intelligente Steuerung kauft für dich Strom dann ein, wenn er möglichst günstig ist. Und du reduzierst die Kosten für den Betrieb deiner Wärmepumpe mit einem gut optimierten, smarten System je nach Setup sogar um die Hälfte. Mit einer Öl- oder Gasheizung hast du diese Vorteile nicht, und allein durch den steigenden CO2-Preis musst du bei den konventionellen Heizungen künftig mit höheren Kosten rechnen – noch ein guter Grund für eine Wärmepumpe.
Profi-Tipp: Am günstigsten wird Strom natürlich mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach – die perfekte Kombi, wenn du eine Wärmepumpe hast. Aber auch ohne Photovoltaik kannst du mit einem dynamischen Stromtarif kräftig sparen.

Funktioniert eine Wärmepumpe mit meinen Heizkörpern? Ist mein Haus insgesamt geeignet? Muss ich vorher dämmen? Diese und viele weitere Fragen beantworten unsere Profis für dich – unverbindlich und für deinen individuellen Fall.
Klar, das ideale Szenario ist: Wärmepumpe plus Fußbodenheizung (idealerweise mit Photovoltaik-Anlage). Du musst aber nicht die perfekten Voraussetzungen haben, um effizient zu heizen – Wärmepumpen lohnen sich auch im Bestand und sehr oft sogar im Altbau ohne Fußbodenheizung. Viele Standard-Heizkörper eignen sich für Wärmepumpen, und auch der Austausch von Heizkörpern macht sich meistens durch die Stromkostenersparnis wieder bezahlt.
Alle Vorteile einer Heizungsmodernisierung schöpfst du mit einem smarten Gesamtpaket aus: Kombiniere deine Wärmepumpe mit einem dynamischen Stromtarif und einer intelligenten Steuerung, um noch günstiger zu heizen und zugleich das Klima zu schonen. Wende dich for eine Beratung an uns – wir schauen uns dein Haus an und sagen dir ehrlich, ob deine Wärmeabgabe ausreicht und welches Niedertemperatursystem für dich Sinn ergibt.