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Luft-Luft-Wärmepumpen heizen direkt die Raumluft – anders als die anderen Wärmepumpenarten, die mit einem Heizwasserkreislauf verbunden sind. Diese Art zu heizen bringt Vorteile und Nachteile mit sich. Wir schauen uns genau an, wo eine Luft-Luft-Wärmepumpe punktet und wo ein anderer Gerätetyp die bessere Wahl ist.
Der Begriff Luftwärmepumpe: Mit Luftwärmepumpen können sowohl Luft-Luft-Wärmepumpen als auch Luft-Wasser-Wärmepumpen gemeint sein. Beide heißen so, weil sie Wärmeeneergie aus der Luft gewinnen, aber eine Luft-Luft-Wärmepumpe überträgt diese (im Gegensatz zur Luft-Wasser-Wärmepumpe) direkt auf die Raumluft. Wir benutzen hier immer die korrekten, vollständigen Begriffe.
Funktion einer Luft-Luft-Wärmepumpe: Eine Luft-Luft-Wärmepumpe überträgt – wie die anderen Wärmepumpenarten auch – mithilfe eines Kältemittels Wärme von draußen nach drinnen. Technisch betrachtet ist sie eine Klimaanlage, nur dass sich der Kältemittelkreislauf so umkehren lässt, dass du mit ihr sowohl kühlen als auch heizen kannst.
Vorteile und Nachteile der Luft-Luft-Wärmepumpe: Luft-Luft-Wärmepumpen sind flexibel und können im Sommer auch kühlen. Sie sind unter den Wärmepumpen zwar die am wenigsten effiziente, sind aber immer noch viel effizienter als konventionelle Heizsysteme wie Öl oder Gas. Sie eignet sich vorrangig für Passiv- und Niedrigenergiehäuser. Eine Warmwasserbereitung ist nicht möglich. Dafür ist sie recht unkompliziert und flexibel zu installieren.
Kosten und Förderung: Die Investitionskosten für eine Luft-Luft-Wärmepumpe liegen je nach Umfang zwischen 12.000 bis 20.000 Euro. Eine Förderung ist unter bestimmten Bedingungen möglich – wenn die Anlage eine gewisse Effizienz erreicht und vorrangig als Heizungsanlage zum Einsatz kommt. Der Fördersatz kann bis zu 70 Prozent betragen.

Bekannt aus
Alle Wärmepumpen heizen auf ähnliche Weise, indem sie thermische Energie umwandeln:
Sie entziehen einer Wärmequelle Energie – je nach Art entweder der Luft (Luft-Wasser- und Luft-Luft-Wärmepumpen), der Erde (Erdwärmepumpen) oder dem Grundwasser (Grundwasserwärmepumpen).
Der Prozess beginnt im Verdampfer: Hier nimmt das flüssige Kältemittel die Umweltwärme auf und verdampft.
Mithilfe eines Kältemittels wird die aufgenommene Energie zum Verdichter transportiert. Er arbeitet mit Strom und erhöht Druck und Temperatur des Kältemittels.
Das heiße Kältemittel gibt nun im Gebäude die aufgenommene Energie wieder ab – als Wärme entweder direkt an die Raumluft (Luft-Luft-Wärmepumpe) oder an einen Heizwasserkreislauf (alle anderen Wärmepumpen).
Das Kältemittel kühlt dabei ab, strömt durch ein Expansionsventil, das den Druck abbaut und fließt zurück zum Anfang des Kreislaufs, um erneut Energie aufzunehmen.

Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist die einzige Wärmepumpe, die keine Heizkörper (oder eine Flächen- bzw. Fußbodenheizung) braucht. Das macht ihre Installation sehr einfach. Vorteilhaft kann sie insbesondere im Neubau sein: Wenn du ein sehr effizientes Gebäude wie ein Passivhaus oder ein Niedrigenergiehaus errichten lässt, kombinierst du eine Luft-Luft-Wärmepumpe idealerweise mit einem Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung:
Integriert in ein Wärmerückgewinnungssystem nutzt eine Luft-Luft-Wärmepumpe neben der Außenluft zusätzlich die warme Abluft aus dem Gebäude. So geht weniger Wärme verloren und das System funktioniert sehr effizient. Die Umsetzung ist allerdings nur in sehr gut gedämmten, modernen Gebäuden möglich.
Außerdem gibt es verschiedene Ausführungen von Luft-Luft-Wärmepumpen. Du kannst dich für eine Single-Split- oder eine Multi-Split-Anlage entscheiden. Single-Split-Anlagen haben nur eine einzige Inneneinheit, die mit der Außeneinheit verbunden ist. Sie sind für kleinere Häuser oder zur Beheizung eines einzelnen Zimmers geeignet. Multi-Split-Geräte haben mehrere Inneneinheiten, sodass du deine Räume unabhängig voneinander heizen (und kühlen) kannst.
Für Zimmer mit Dachschrägen eignen sich statt der klassischen Wandgeräte auch Truhengeräte, die stehend an der Wand installiert werden können.
Egal für welche Installationsart du dich entscheidest: Eine Wärmepumpe ist immer eine gute Entscheidung fürs Klima. Da sie sich natürlich auch finanziell lohnen soll, lass von Profis genau prüfen, welches Wärmepumpensystem für dich am besten geeignet ist. Schauen wir uns den Vergleich zur am häufigsten installierten Art an: der Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Gut zu wissen: Der Begriff „Luftwärmepumpe“
Sowohl Luft-Luft-Wärmepumpen als auch Luft-Wasser-Wärmepumpen lassen sich unter dem Begriff „Luftwärmepumpen“ zusammenfassen. Beide arbeiten mit Energie aus der Außenluft (oder im Fall von Luft-Luft-Wärmepumpen bisweilen auch Abluft aus dem Gebäude), aber sie übertragen die Wärme über unterschiedliche Medien – Luft vs. Wasser. Wenn von Luftwärmepumpen die Rede ist, ist meistens die Luft-Wasser-Wärmepumpe gemeint, denn sie ist der am häufigsten verbaute Typ in Deutschland. Achte dennoch bei deiner Recherche immer auf den Kontext, denn manchmal werden die Begriffe unscharf verwendet.
Mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe kannst du im Neubau, im Bestand und meistens sogar im Altbau zuverlässig und effizient heizen. Das liegt daran, dass Wasser im Vergleich zu Luft ein effizienterer Energieträger ist. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe erreicht daher eine höhere Jahresarbeitszahl als eine Luft-Luft-Wärmepumpe:
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet in der Praxis mit Jahresarbeitszahlen zwischen etwa 2,5 und 3,5. Das bedeutet, dass sie aus einer Kilowattstunde Strom 2,5 bis 4,5 Kilowattstunden Wärme macht, je nach Dämmstandard.
Luft-Luft-Wärmepumpen erreichen eine Jahresarbeitszahl von etwa 2,5, brauchen dazu aber ideale Bedingungen wie etwa eine sehr gut gedämmte Gebäudehülle.
Jahresarbeitszahl (JAZ) vs. Coefficient of Performance (COP)
Beim Vergleich von Wärmepumpen begegnet dir im Datenblatt oft der COP (Coefficient of Performance). Dieser Wert beschreibt die Effizienz unter genormten Laborbedingungen (z. B. bei fest definierten Außen- und Vorlauftemperaturen). Er gilt nur für diesen einen Betriebspunkt und sagt wenig darüber aus, wie effizient das Gerät im realen Alltag arbeitet.
Aussagekräftiger ist die Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie zeigt, wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr hinweg aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt – inklusive kalter Wintertage und milder Übergangszeiten. Konkret bedeutet das: Aus 1 kWh Strom entstehen bei Luft-Luft- bzw. Luft-Wasser-Wärmepumpen etwa 2,5 bis 4,5 kWh Wärme.
Damit sind Wärmepumpen konventionellen Gas- oder Ölheizungen, deren „JAZ“ rechnerisch knapp unter 1 liegt, deutlich überlegen. Besonders die Luft-Wasser-Wärmepumpe schneidet sehr gut ab: Sie ist effizient, vergleichsweise einfach zu installieren und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis – kein Wunder also, dass sie in Deutschland die beliebteste Wärmepumpen-Art ist.
Luft-Luft-Wärmepumpen sind also für den Einsatz in modernen, äußerst gut gedämmten Gebäuden wie Passiv- und Niedrigenergiehäusern eine Alternative zu Luft-Wasser-Wärmepumpen. Im unsanierten Bestand und im Altbau kommen sie als alleinige Heizung eher nicht oder nur als Hybridheizung zum Einsatz, um die fossile Heizung zu entlasten und Gas oder Öl zu sparen.
Luft-Wasser-Wärmepumpen, die über einen wasserführenden Heizkreislauf heizen, arbeiten besonders effizient in Kombination mit einer Fußboden- oder anderen Flächenheizung, aber auch größere Heizkörper reichen aus. Sie können in allen Gebäudetypen zuverlässig heizen (je besser die Dämmung, desto effizienter sind sie).
In dieser Übersicht findest du die wichtigsten Vorteile und Nachteile von Luft-Luft-Wärmepumpen im Vergleich zu Luft-Wasser-Wärmepumpen:
Exkurs: Was sind Niedrigenergie- und Passivhäuser?
Niedrigenergiehäuser haben aufgrund sehr guter Dämmung und anderer energetischer Maßnahmen einen besonders geringen Heizenergiebedarf, den eine Luft-Luft-Wärmepumpe in unseren Breitengraden selbst bei niedrigen Temperaturen häufig decken kann.
Beim Passivhaus kommt außerdem noch eine Lüftungsanlage für die Wärmerückgewinnung hinzu. Die Wärme, die im Haus vorhanden ist, geht so nicht verloren, sondern die Luft-Luft-Wärmepumpe nutzt sie gleich wieder, um frisch zugeführte Luft zu erhitzen. Dazu muss die Gebäudehülle luftdicht versiegelt sein – inklusive der Fenster. Der Heizenergiebedarf ist mit bis zu 15 kWh pro Quadratmeter im Jahr extrem niedrig.
Ein großer Pluspunkt der Luft-Luft-Wärmepumpe ist ihre Doppelfunktion: Sie sorgt nicht nur im Winter für Heizwärme, sondern kann dein Zuhause im Sommer aktiv kühlen. Durch die sogenannte Kreislaufumkehr arbeitet das System wie eine klassische Klimaanlage. Es entzieht den Innenräumen die Wärme und leitet sie über das Außengerät nach draußen. Gerade in gut gedämmten Häusern, die sich im Sommer aufheizen können, ist das ein entscheidender Komfortgewinn – du sparst dir also die Anschaffung eines separaten Klimageräts.
Zudem besitzt eine Luft-Luft-Wärmepumpe in der Regel integrierte Filtersysteme, da sie die Raumluft ständig umwälzt. Diese Filter können Staub, Pollen und andere Partikel aus der angesaugten Umgebungsluft entfernen, bevor die erwärmte (oder gekühlte) Luft wieder in den Raum geblasen wird. Für Allergikerinnen und Allergiker ist das ein echter Vorteil.
So pauschal lässt sich die Antwort zwar nicht formulieren, aber die Vorteile und Nachteile von Luft-Luft-Wärmepumpen und Luft-Wasser-Wärmepumpen zeigen einige Tendenzen:
Wenn du ein Niedrigenergie- oder Passivhaus baust und die Versorgung mit Warmwasser anderweitig abgedeckt ist (zum Beispiel über Solarthermie oder eine Brauchwasser-Wärmepumoe), kann eine Luft-Luft-Wärmepumpe eine gute Heizung für dich sein.
In den meisten anderen Fällen ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die bessere Wahl – und natürlich performt sie auch im Niedrigenergie- oder Passivhaus gut und deckt die Warmwasserbereitung ab.
Im Bestand oder Altbau funktioniert eine Luft-Luft-Wärmepumpe nicht als alleinige Heizungsanlage. Mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist das möglich, wobei es immer auf das jeweilige Gebäude ankommt.
In den meisten Fällen bietet die Luft-Wasser-Wärmepumpe das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Du willst trotzdem eine Luft-Luft-Wärmepumpe? Dann schauen wir uns jetzt die Kosten näher an.
Die Kosten für eine Luft-Luft-Wärmepumpe können recht unterschiedlich ausfallen. Hier kommt es unter anderem darauf an, welche Heizleistung die Anlage erbringen soll, wie aufwendig die Installation ist (brauchst du ein Innengerät oder mehrere) und ob du dich für ein komplettes Lüftungssystem entscheidest. Hier eine grobe Übersicht über die Kosten:
Gesamtkosten: etwa 15.000 bis 30.000 Euro
Davon entfällt etwa die Hälfte auf die Anschaffung.
Die restlichen Kosten entstehen zu ungefähr gleichen Teilen für die Installation und den optionalen Einbau einer Lüftungsanlage.
Ohne Lüftungsanlage reduziert sich der Preis um etwa 25 Prozent.
Einzelne Single-Split-Geräte und kleinere Systeme können auch günstiger sein und sich auf einen vierstelligen Betrag belaufen.
Noch interessanter sind aber die Kosten für den Stromverbrauch, und hier kommt es wirklich entscheidend auf den Zustand deines Hauses an: Die Stromkosten für eine Luft-Luft-Wärmepumpe im Passivhaus können extrem niedrig sein (im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Jahr) oder aber deutlich in den vierstelligen Bereich gehen, wenn die Effizienz nicht gegeben ist. Daher ist eine gute Planung so wichtig – und gegebenenfalls eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die bessere Wahl.
Hinzu kommen Wartungskosten von etwa 200 Euro im Jahr. Bei einer gut geplanten Anlage fallen sie jedoch kaum ins Gewicht.
Die Bundesregierung hat Förderungen für alle Arten von Wärmepumpen eingeführt – auch Luft-Luft-Wärmepumpen. Wenn du eine ineffiziente Heizung (beispielsweise eine alte Öl- oder Gasheizung) austauschst, sind bis zu 70 Prozent Förderung möglich – wobei 50 Prozent praktisch immer erreichbar sind.
Der Haken dabei: Die Wärmepumpe muss gewisse Bedingungen erfüllen, unter anderem eine bestimmte Effizienz erreichen und vorrangig zum Heizen genutzt werden. Das ist bei Luft-Luft-Wärmepumpen nicht so selbstverständlich wie bei Luft-Wasser-Wärmepumpen (die übrigens genauso gefördert werden) – schon gar nicht im Bestand oder im Altbau.
Auch für Neubauprojekte gibt es Förderungen, sie sind aber an das Erreichen eines Effizienzhaus-Standards gebunden. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kann ein sinnvoller Teil eines effizienten Systems für Heizung und Belüftung sein, unter anderem im Passivhaus. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hat eine Liste zusammengestellt, die alle förderfähigen Wärmepumpen anzeigt. Wir informieren dich aber auch gern darüber, welche Wärmepumpe für dich am besten passt.


Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist ein Kandidat für recht spezielle Fälle – im Gegensatz zur flexiblen, effizienteren Luft-Wasser-Wärmepumpe. Lass dich dazu beraten!
Die beste Funktion einer Luft-Luft-Wärmepumpe erreichst du mit herausragender Dämmung. Dann versorgt sie dich ausreichend mit Heizenergie spielt ihre Vorteile gezielt aus – zum Beispiel im Betrieb ganz ohne Heizkörper.
In den meisten Fällen bist du aber mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe besser bedient, schon wegen der höheren Effizienz. Besonders günstig betreibst du sie in Kombination mit einer PV-Anlage, einem Stromspeicher, einem dynamischen Stromtarif wie Dynamic Pulse und smartem Energiemanagement wie Heartbeat AI von 1KOMMA5°: Dieses Setup ermöglicht es dir, Strom zu günstigen Preisen einzukaufen und somit die Betriebskosten für deine Wärmepumpe um etwa die Hälfte zu reduzieren. Fragen dazu? Wir beraten dich –individuell und genau auf dein Vorhaben zugeschnitten.