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Krisen treiben Preise: Nach der jüngsten Eskalation in Iran kommt es beim Ölpreis zum höchsten Tagessprung seit vier Jahren. Ähnliche Schocks gab es 2022 (Ukraine +20 %) und 2011 (Libyen +25 %).
Gas-Abhängigkeit: Russlands Lieferstopp ließ Europas Gaspreis 2022 auf über 300 €/MWh explodieren – das 15-Fache des Vorkrisenniveaus; deutsche Heizkosten stiegen um bis zu 74 %.
Erneuerbare bleiben konstant: Stromgestehungskosten von Wind und Photovoltaik liegen auch ohne Krise deutlich unter denen aus fossilen Energieträgern. Während der Krisen bleiben die Stromgestehungskosten für erneuerbare Energien unverändert niedrig, während Gestehungskosten fossiler Energien explodieren können.
Eigenheim-Hebel: PV-Anlage und Speicher machen Haushalte heute von diesen Entwicklungen durch hohe Autarkie weitestgehend unabhängig. Steigende CO₂-Abgaben oder internationale Krisen wirken sich auf diese Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich weniger aus.

Bekannt aus
Ende Februar 2026 eskalierte der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran massiv. Koordinierte Luftangriffe auf iranische Ziele am 28. Februar und iranische Gegenangriffe auf Israel sowie Militäreinrichtungen in mehreren Golfstaaten versetzten die Energiemärkte in Aufruhr. Denn im Zuge der Kampfhandlungen schränkten Irans Revolutionsgarden den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ein – die wichtigste Meerenge für den globalen Energiehandel, durch die täglich rund 15 Millionen Barrel Rohöl und etwa ein Fünftel der weltweiten LNG-Exporte transportiert werden. Mindestens vier Schiffe wurden angegriffen, mehrere große Reedereien stellten die Durchfahrt vorsorglich ein.
Die Ölpreise reagierten umgehend: Brent-Rohöl sprang um bis zu 13 Prozent und notierte zwischenzeitlich bei rund 79 US-Dollar pro Barrel, WTI stieg um bis zu 10 Prozent auf über 72 US-Dollar. Im weiteren Handelsverlauf beruhigten sich die Kurse leicht, lagen aber weiterhin 5 bis 8 Prozent über dem Freitagsniveau – der größte Tagessprung seit vier Jahren.
Die Eskalation trifft auch den europäischen Gasmarkt empfindlich. Der Terminkontrakt TTF – der wichtigste Referenzpreis für europäisches Erdgas – sprang am Montag um bis zu 28 Prozent nach oben, der größte Tagesanstieg seit August 2023. Über die Straße von Hormus laufen neben Öl auch die LNG-Exporte Katars, das 2025 über 82 Millionen Tonnen Flüssiggas lieferte. Diese Preis-Rallye setzte sich am Dienstag weiter fort: Der TTF stieg am Dienstag auf 59,44 €/MWh – abermals 30 % mehr als am Vortag und der höchste Stand seit über drei Jahren. Die LNG-Exporte aus Katar sind seit Montag komplett gestoppt, nachdem iranische Drohnen die Exportanlagen getroffen hatten.
Besonders brisant: Die europäischen Gasspeicher sind nach dem Winter mit rund 33 Prozent deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von knapp 70 Prozent gefüllt, in Deutschland liegt der Stand bei weniger als 30 Prozent. Goldman Sachs warnt, dass sich der europäische Gaspreis bei einer einmonatigen Hormuz-Blockade mehr als verdoppeln könnte. Wegen langfristiger Verträge dauert es üblicherweise einige Wochen, bis Großhandelspreise bei Privathaushalten ankommen – bei einer anhaltenden Eskalation wären jedoch spürbare Auswirkungen auf Gas-, Strom- und Fernwärmekosten wahrscheinlich.
Ölpreisschocks schlagen erfahrungsgemäß innerhalb weniger Tage auf die Preise an deutschen Tankstellen und beim Heizöl durch – diesmal besonders schnell.
Der Ausschlag ist hier noch deutlicher. Heizölportale meldeten am Dienstagmorgen Preise von rund 123 Euro pro 100 Liter – am Freitag lagen sie noch unter 100 Euro. Für die rund fünf Millionen Ölheizungen in Deutschland bedeutet das bei der nächsten Bestellung spürbar höhere Kosten.
Strukturell trifft der Preisschock auf eine ohnehin steigende Kostenbasis: Seit Januar 2026 liegt der CO₂-Preis bei 55 Euro pro Tonne, was fossile Brennstoffe zusätzlich verteuert. Weitere Steigerungen sind bereits vorgesehen.
Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags kostete ein Liter Super E10 laut ADAC bereits 1,839 Euro – 6,1 Cent mehr als am Freitag vor der Eskalation und der höchste Wert seit Mai 2024. Diesel verteuerte sich um 7 Cent auf 1,816 Euro, den höchsten Stand seit Oktober 2023. Am Dienstag beschleunigte sich der Anstieg weiter: Um 14.30 Uhr lag E10 bei 1,895 Euro, Diesel bei 1,921 Euro – mittlerweile teurer als Benzin. Gegenüber Freitag entspricht das einem Plus von knapp 12 Cent bei E10 und fast 18 Cent bei Diesel.
Solche Preissprünge sind kein neues Phänomen. Seit Jahrzehnten reagieren insbesondere Ölmärkte extrem sensibel auf Krisen in Förderregionen. Bereits regionale Konflikte können globale Wellen schlagen, weil Angebotseinbußen oder auch nur die Angst davor die rohstoffabhängige Weltwirtschaft verunsichern. In der Geschichte finden sich zahlreiche Beispiele: Während des Arabischen Frühlings 2011 und durch den Bürgerkrieg in Libyen brach die Förderung um etwa 1,6 Millionen Barrel pro Tag ein. Der Ölpreis kletterte daraufhin monatelang auf über 125 US-Dollar pro Barrel, ein Anstieg um rund 20 bis 30 Prozent.
An deutschen Zapfsäulen machte sich dies deutlich bemerkbar: Kraftstoffpreise stiegen spürbar. Und auch Heizöl verteuerte sich im zweistelligen Prozentbereich. Im Jahr 2022 führte der russische Überfall auf die Ukraine ebenfalls zu einem Ölpreisschock: Aus Furcht vor dem Entfall russischer Exporte stieg der Brent im März 2022 auf 139 US-Dollar und damit ca. 20 Prozent über das Vorkriegsniveau – so hoch wie zuletzt 2008. In der Spitze zahlten deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer damals über 2,20 Euro pro Liter Superbenzin (E5/E10) und teils 2,30 Euro pro Liter Diesel – Allzeithochs.
Zwar wurde im Sommer 2022 ein „Tankrabatt“ zur temporären Entlastung eingeführt, doch insgesamt waren die Durchschnittspreise 2022 laut ADAC immer noch rund 30 bis 50 Cent höher als der bisherige Rekord von 2012. Selbst politisch motivierte Eingriffe ins Angebot haben vergleichbare Effekte. Bestes Beispiel ist die Ölkrise 1973: Als arabische Staaten die Ölförderung drosselten, vervierfachte sich der Ölpreis binnen weniger Monate – über 300 Prozent –, weil Händler und Spekulanten bei unelastischer Nachfrage nervös aufkauften. Seither reicht allein die Angst vor Knappheit in einer großen Förderregion, um reflexartig ähnliche Preissteigerungen auszulösen.
Noch stärker als beim Öl zeigte sich diese Dynamik beim Erdgas. Insbesondere in Europa stiegen die Gaspreise 2022 enorm. Russland war vor dem Angriffskrieg der größte Gaslieferant Europas – entsprechend heftig schlug der Lieferstopp infolge des Krieges durch. Schon im Herbst 2021 zogen die Gaspreise erstmals stark an. Knappe Speicher und eine höhere Nachfrage ließen den europäischen Großhandelspreis TTF binnen weniger Monate um 255 Prozent steigen. Doch nach dem russischen Angriff 2022 schossen die Notierungen in die Höhe: Im August 2022 überschritt der europäische Gaspreis zeitweise 300 Euro pro MWh. Damit war er 15-mal höher als vor Kriegsbeginn. Selbst im Jahresmittel 2022 lagen die Gas-Großhandelspreise noch um ein Vielfaches über früheren Werten. Erst durch Notfallmaßnahmen wie rasche LNG-Importe (aus denen sich neue Abhängigkeiten ergaben) und Einsparungen entspannte sich die Lage rund um den Gaspreis ab Herbst etwas. Aber noch Ende 2023 kostete Gas mit rund 34 Euro pro MWh weit mehr als historisch üblich.
Warum reagiert der Gaspreis so extrem?
Anders als Öl ist Erdgas weniger flexibel transportierbar (Pipelinebindung, begrenzte LNG-Terminals) und wurde in Europa stark von einem Anbieter dominiert. Wenn ein großer Gaslieferant ausfällt, gibt es sofort zu wenig Gas, weil es kurzfristig kaum möglich ist, auf Gas zu verzichten – etwa beim Heizen, in Kraftwerken oder in der Industrie. 2022 kamen mehrere Effekte zusammen: Russland drosselte die Pipelines, während gleichzeitig alle nach Alternativen suchten. Die Bieterwettkämpfe um LNG-Lieferungen trieben die Preise hoch. Gas ist also besonders krisenanfällig, weil Engpässe direkt zu Versorgungsangst führen und diese Angst wiederum umgehend zu Preissprüngen führt.
Die Auswirkungen für Haushalte und Unternehmen waren erheblich. In Deutschland verzeichneten die Versorger teils Preissteigerungen um mehrere 100 Prozent. Heizkosten explodierten:
Ein Musterhaushalt mit einer Gasheizung (Verbrauch von 20.000 kWh/Jahr) zahlte 2023 im Schnitt 2.319 Euro gegenüber 1.329 Euro vor dem Krieg – ein Plus von 74 Prozent. Auch wer mit Heizöl wärmte, hatte rund 49 Prozent höhere Kosten als zuvor. Insgesamt stiegen die durchschnittlichen Heizkosten in Deutschland um rund 61 Prozent. Auch Strom wurde teurer: Typische Haushaltstarife kletterten 2023 im Schnitt auf rund 42 Cent pro kWh – etwa 31 Prozent mehr als 2021 (32 Cent).Viele Verbraucherinnen und Verbraucher spürten die Belastung unmittelbar.
Ob Öl oder Gas, die Muster ähneln sich: Fossile Energieträger unterliegen enormen Preisschwankungen, weil ihr Markt von geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst wird. Unsicherheit und Angebotsrisiken haben einen unmittelbaren Effekt. Schon auf Gerüchte über Förderkürzungen oder drohende Sanktionen reagieren die Börsen nervös. Der Grund: Händler preisen erwartete Knappheiten sofort ein, während Verbraucherinnen und Verbraucher mangels Alternativen kurzfristig kaum ausweichen können. Diese Kombination führt zu Volatilität, die nicht nur Volkswirtschaften, sondern auch private Haushalte empfindlich trifft.
Hinzu kommt, dass fossile Energien oft aus politisch instabilen Regionen stammen. Krisen können sich über Nacht auf unsere Energiepreise auswirken. Die Abhängigkeit von globalen Lieferketten bedeutet: Wir importieren auch das Preisrisiko.
Angesichts der beschriebenen Risiken stellt sich die Frage: Wie können wir uns von den Preisschwankungen fossiler Brennstoffe befreien? Die Antwort liegt in der konsequenten Nutzung erneuerbarer Energien. Solar- und Windenergie bieten eine bemerkenswerte Konstanz und Planbarkeit der Stromgestehungskosten, die fossile Energieträger nie erreichen können. Denn: Sonne und Wind schicken keine Rechnung. Die Kosten entstehen hier hauptsächlich beim Bau der Anlagen und bleiben über die Lebensdauer fix.
Zur Veranschaulichung lohnt ein Zahlenvergleich: Moderne Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugen Strom für rund 0,04 bis 0,09 € pro kWh. Diese Spanne variiert je nach Standort und Anlagentyp, ist aber weitgehend stabil und langfristig sogar rückläufig, da sich Technologie und Effizienz verbessern. Einmal in Betrieb, hängen die Betriebskosten kaum von externen Faktoren ab und es besteht kein „Brennstoffpreis-Risiko“. Eine moderne PV-Anlage wie die von 1KOMMA5° kann beispielsweise über 20 Jahre Strom für 6 ct/kWh produzieren, wobei der Wert je nach Anlagenkonfiguration leicht variiert. Aber: Er ändert sich über diese Dauer und darüber hinaus nicht und bleibt konstant und planbar.
Ganz anders ein Gas- oder Kohlekraftwerk: Dessen Stromkosten steigen direkt mit dem Brennstoffpreis. Auf Basis der Levelized Cost of Electricity (LCOE) – also Kosten pro kWh inklusive Investitions-, Betriebs- sowie Brennstoff- und CO₂-Kosten über die gesamte Anlagenlaufzeit, identisch berechnet wie bei Wind und PV – hätten GuD-Kraftwerke (Gas-und-Dampf-Kombianlagen) bei den Gaspreisen von 2022 Strom nur zu weit über 0,15 €/kWh erzeugen können; selbst unter normalen Marktbedingungen liegen diese LCOE eines neuen Gaskraftwerks typischerweise bei 0,11 bis 0,18 €/kWh – also schon im Minimum höher als bei Wind und PV und nach oben offen. Steigt der Gaspreis, schnellt auch der Stromgestehungspreis dieser Anlagen hoch.
Auch der CO₂-Preis treibt fossile Heizkosten
Heizen verteuert sich nicht nur aufgrund von Weltmarktkrisen, sondern auch durch den stetig steigenden CO₂-Preis. 2025 gilt in Deutschland bereits ein Fixpreis von 55 €/t CO₂ und verursacht Extrakosten von etwa +1 ct/kWh bei Gas und +1,5 ct/kWh für Heizöl, also rund +220 € pro Jahr für einen Haushalt mit Gasheizung und einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 20.000 kWh.
Ab 2026 wird der nationale Preis versteigert (Preiskorridor 55 bis 65 €/t) und geht 2027 in das neue EU-System ETS 2 über, das zwar mit einem weichen Deckel von 45 €/t startet, danach aber marktgetrieben funktioniert. Schon heute liegen EU-ETS-Zertifikate bei ≈76 €/t; steigt der Kurs bis 2030 auf 100 €/t, verdoppelt sich der Aufschlag, bei 150 €/t verdreifacht er sich – fossiles Heizen würde dann zusätzlich über 400 Euro bzw. über 600 Euro pro Jahr kosten. PV-Strom und Wärmepumpen bleiben von CO₂-Kosten komplett verschont – ein weiterer Grund, jetzt umzusteigen.
Die großen Zahlen der Märkte sind eindrucksvoll, doch wie profitiert ein einzelner Haushalt davon? Die Antwort: durch mehr Eigenversorgung mit Erneuerbaren. Konkret machen sich Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer Photovoltaik-Anlage plus Batteriespeicher und Wärmepumpe weitgehend von den Schwankungen der fossilen Märkte unabhängig.
Eine PV-Anlage auf dem Eigenheim liefert tagsüber Solarstrom zu Gestehungskosten ab 5 Cent/kWh. Zum Vergleich kostet der Strom aus dem Netz derzeit circa 35 Cent/kWh. Jede selbst verbrauchte Solar-Kilowattstunde spart also rund 30 Cent. Dieser Vorteil ist nicht durch äußere Krisen bedroht, solange die Sonne scheint.
Mit einem Stromspeicher lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern: Ohne Speicher kann ein typischer Haushalt etwa 25 bis 35 Prozent seines PV-Stroms selbst nutzen; mit Speicher sind bis zu 80 Prozent möglich. Der Haushalt macht sich damit zu großen Teilen unabhängig von den öffentlichen Stromtarifen und deren Preisrisiken. Ein intelligent ins Gesamtsystem integrierter dynamischer Stromtarif kann außerdem helfen, den verbleibenden Reststrombedarf primär durch günstigen Windstrom zu decken.
Noch deutlicher wird der Effekt beim Heizen mit einer Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe wandelt 1 kWh Strom in etwa 3 bis 5 kWh Wärme um. Selbst wenn der Strom dafür aus dem Netz kommt, liegen die Heizkosten pro Kilowattstunde Wärme meist unter denen einer Gasheizung, die aus einer Kilowattstunde Gas weniger als eine Kilowattstunde Wärmeenergie erzeugt:
Ein Haushalt, der PV-Strom zum Betrieb der Wärmepumpe nutzt, profitiert doppelt: Er erzeugt seinen Heizstrom zu fixen Kosten und erhält aus jeder Kilowattstunde Strom ein Mehrfaches an Wärme. Die Heizkosten bleiben dadurch selbst im Winter moderat, sofern genügend eigener Strom bzw. Netzstrom aus erneuerbaren Quellen vorhanden ist. Damit macht er sich weitgehend unabhängig von Interessen der Öl- und Gasstaaten.