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Wohin mit der Wärmepumpe? Was du über Aufstellort & Vorschriften wissen solltest

Deine Wärmepumpe braucht den richtigen Aufstellort – und der muss einige Vorschriften und Voraussetzungen erfüllen. Wir zeigen dir, was bei der Planung zu beachten ist und wie du deine Wärmepumpe innen, außen oder als Split-Variante aufstellen kannst.

Aktualisiert am

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5 min

Das Wesentliche in Kürze

  • Regionale Vorschriften: Die genauen Vorschriften zum Aufstellort der Wärmepumpe variieren je nach Bundesland. Ein Fachbetrieb vor Ort kennt die lokalen Anforderungen und kann die Installation entsprechend planen.

  • Aufstellort: Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden meist im Haus installiert, während Luft-Wasser-Wärmepumpen drei Aufstellmöglichkeiten bieten: außen, innen oder als Split-Variante.

  • Mindestabstände: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe saugt auf der einen Seite des Geräts Luft ein und bläst sie auf der anderen Seite hinaus. Damit die Luft am Aufstellort ungehindert um die Wärmepumpe zirkulieren kann, sollte der Abstand zur Hauswand mindestens 30 Zentimeter betragen. Der empfohlene Abstand zu Nachbargrundstücken und Gehwegen beträgt zwei bis drei Meter.

  • Standort-Voraussetzungen: Der Aufstellort benötigt ein tragfähiges Fundament und muss für Wartungsarbeiten zugänglich sein. Außerdem muss er Anforderungen an den Schallschutz erfüllen. Auf dem Nachbargrundstück dürfen nachts nur 35 Dezibel ankommen, tagsüber je nach Gebiet 40 bis 50 Dezibel.

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Diese Vorschriften gelten für den Aufstellort deiner Wärmepumpe

Split, innen oder außen? Insbesondere bei Luft-Wasser-Wärmepumpen hast du so einige Möglichkeiten. Je nach den baulichen Gegebenheiten kannst du mit der richtigen Aufstellung das Optimum an Leistung aus deiner Wärmepumpe holen und deren Langlebigkeit fördern. Aber eins nach dem anderen. Zuerst solltest du die Vorschriften für den Aufstellort einer Wärmepumpe kennen.

Mindestabstand zu Nachbargrundstücken und Gehwegen

In Deutschland gibt es keine einheitliche gesetzliche Regelung für den Mindestabstand von Wärmepumpen zu anderen Grundstücken. In manchen Bundesländern gelten jedoch Vorschriften, die bestimmte Abstände zur Grundstücksgrenze oder zu Nachbargebäuden beinhalten.

Wichtig ist vor allem der Lärmschutz

Die Lautstärke einer Wärmepumpe darf beim Nachbarn bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Grundlage dafür ist die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA-Lärm). Sie legt fest, dass in reinen Wohngebieten nachts eine maximale Lautstärke von 35 Dezibel auf dem Nachbargrundstück zulässig ist – tagsüber sind es je nach Gebiet 40 bis 50 Dezibel.

In der Praxis bedeutet das: Stellst du deine Wärmepumpe mit mindestens zwei bis drei Metern Abstand zur Grundstücksgrenze auf, hältst du diese Beschränkung in jedem Fall ein. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten dank ausgeklügelter Designs und hochwertiger Komponenten nämlich äußerst leise – im Flüstermodus in der Nacht sind sie teilweise nicht lauter als ein McBook . Auch zu Terrassen und Gehwegen solltest du zwei Meter Abstand halten, damit niemand die kalten Luftströme der ausgeblasenen Luft zu spüren bekommt.

Sicherheitsabstand bei Propan-Wärmepumpen

Ein vorgeschriebener Sicherheitsabstand gilt nur für Wärmepumpen, die das Kältemittel Propan (R290) verwenden. Propan ist ein hocheffizientes, umweltfreundliches Kältemittel, das jedoch brennbar ist. Deshalb gelten besondere Sicherheitsvorschriften für seine Anwendung. Der geforderte Sicherheitsabstand soll verhindern, dass sich Propan im Falle eines Lecks in einem schlecht belüfteten Bereich ansammelt und eine entzündliche Konzentration erreicht. Solche Lecks sind nicht gerade wahrscheinlich, wären aber theoretisch denkbar, etwa durch mechanische Beschädigung oder Materialermüdung.

Laut der Norm DIN EN 378-1 soll eine Wärmepumpe, die Propan als Kältemittel verwendet:

  • mindestens einen Meter Abstand zu Fenstern, Türen und Luftansaugöffnungen haben, damit austretendes Propan nicht in geschlossene Räume gelangen kann;

  • nicht in tiefen Senken oder schlecht belüfteten Bereichen aufgestellt werden, da sich das Propan dort sammeln könnte;

  • auf einem gut belüfteten Platz stehen, wenn sie in direkter Nähe deines Hauses installiert wird.

Wärmepumpen mit anderen Kühlmitteln unterliegen diesen Anforderungen nicht.

Genehmigungspflichten für Wärmepumpen

Luft-Wasser-Wärmepumpen darfst du meist ohne Genehmigung aufstellen, wobei zum Beispiel denkmalgeschützte Häuser eine Ausnahme bilden können. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind dagegen fast immer genehmigungspflichtig. Je nach Wärmepumpe beziehungsweise Bohrtiefe ist die Wasser-, Umwelt- oder Bergbehörde zuständig.

Ableitung für Kondenswasser

Beim Betrieb einer Wärmepumpe entsteht Kondenswasser, das fachgerecht abgeleitet werden muss. Für den Aufstellort deiner Wärmepumpe gelten diesbezüglich folgende Vorschriften:

  • Das Kondensat-Rohr sollte mindestens 5,5 Zentimeter Durchmesser haben, damit das Wasser ungehindert abfließen kann.

  • Das Rohr muss senkrecht mindestens 80 Zentimeter tief in den Boden reichen, um Frostschäden im Winter zu vermeiden.

  • Je nach Bodenbeschaffenheit kann eine Drainage notwendig sein, die Ableitung in ein Kiesbett ist auch zulässig.

Das Kondensat-Rohr benötigst du bei der Aufstellung sowohl in Innen- als auch in Außenbereichen.

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  • Wir berücksichtigen alle aktuellen Vorschriften in deiner Region zum Aufstellort deiner Wärmepumpe.

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Zusätzliche Faktoren für den Aufstellort einer Wärmepumpe

Neben den gesetzlichen Vorschriften gibt es weitere Faktoren, die du bei der Wahl des Aufstellortes für deine Wärmepumpe berücksichtigen solltest. Sie mögen zwar nicht fest vorgeschrieben sein, haben aber großen Einfluss auf die Effizienz und Langlebigkeit deiner Wärmepumpe

1. Der richtige Untergrund: Fundament und Tragfähigkeit

Deine Wärmepumpe muss auf einem stabilen Fundament stehen, damit sie sicher, effizient und leise arbeiten kann. Ein ungeeignetes Fundament kann zu Vibrationen und damit Schallemissionen führen. Im Extremfall könnte das sogar deine Wärmepumpe beschädigen. 

Ein Monoblock-Gerät sollte auf einem mindestens 10 Zentimeter, besser 20 bis 30 Zentimeter dicken Betonfundament stehen (über die Wärmepumpen-Bauarten sprechen wir gleich noch ausführlicher). Eine Bewehrungsmatte aus Stahlgitter wird in die Mitte der Fundamenthöhe eingelegt. Sie verhindert Risse und sorgt für höhere Tragfähigkeit. Außerdem benötigst du unterhalb des Betons eine circa 30 Zentimeter starke Unterschicht (auch Sauberkeitsschicht genannt), gefüllt mit Kies, Schotter und Sand. Sie verhindert Frostschäden.

Das Fundament sollte waagerecht ausgerichtet sein, um das Gewicht der Wärmepumpe gleichmäßig zu verteilen. Schwingungsdämpfer zwischen Fundament und Wärmepumpe reduzieren die Lautstärke noch weiter, sodass weder du noch deine Nachbarn etwas von dem nimmermüden Mitbewohner bemerken. 

Bei leichteren Split-Geräten können unter Umständen auch stabile Gehwegplatten ausreichen.

2. Freier Zugang für Wartungen

Damit eine Wärmepumpe langfristig effizient arbeiten kann, sollte dein Installationsbetrieb sie regelmäßig warten. Den Aufstellort der Wärmepumpe wählt ihr daher gemeinsam so, dass sie von allen Seiten gut erreichbar ist. Ideal ist ein freier Bereich von 50 bis 100 Zentimetern rund um das Gerät, mindestens sollten es aber 30 Zentimeter sein.

3. Vermeide einen thermischen Kurzschluss

Ein sogenannter thermischer Kurzschluss tritt dann ein, wenn die Wärmepumpe ihre kalte verbrauchte Luft auf der Rückseite ausbläst und vorn wieder einsaugt. Die Wärmepumpe würde dann, statt mit der wärmeren Umgebungsluft, direkt wieder mit der schon einmal genutzten, deutlich kälteren Luft arbeiten. Ein solcher thermischer Kurzschluss verringert die Effizienz deiner Wärmepumpe.

Sie sollte deswegen nicht in Senken oder engen Räumen stehen. Im Falle einer Innenaufstellung braucht die Wärmepumpe Luftkanäle, die durch die Gebäudehülle nach draußen verlegt sind – und zwar so, dass der Ansaugkanal die verbrauchte Luft des Ablasskanals nicht wieder ansaugen kann. Das ist zum Beispiel mit einer Über-Eck-Verlegung gewährleistet, sodass sich die Öffnungen an zwei verschiedenen Hausseiten befinden.

Innen, außen, Split: die drei Möglichkeiten im Vergleich

Schauen wir uns jetzt einmal an, welche Optionen du hast, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bei dir aufzustellen. Dabei geben wir dir noch ein paar nützliche Tipps mit. 

Außenaufstellung

Bei der Außenaufstellung steht die Wärmepumpe als Monoblock außerhalb deines Hauses – ob davor, dahinter oder seitlich davon, ist dabei fast egal. Sämtliche Komponenten befinden sich in einem schützenden, wetterfesten Gehäuse. Die Wärmepumpe erhitzt dein Heizwasser vollständig draußen in der Außeneinheit. Es fließt dann durch gut isolierte Leitungen in deinen Heizungskreislauf.

Auch wenn es keine Vorschrift ist, sollte der Aufstellort deiner Wärmepumpe weder zu nah noch zu weit entfernt von deinem Haus sein. Steht die Wärmepumpe zu nah am Haus, ist sie für Wartungsarbeiten schwer zugänglich; ist sie mehr als drei Meter entfernt, müssen die Leitungen besonders stark gedämmt sein, damit es auf dem Weg zum Haus möglichst geringe Wärmeenergieverluste gibt. Das wiederum vergrößert die nötigen Fassadendurchbrüche.

Auch die Ausrichtung deiner Wärmepumpe ist entscheidend. Idealerweise zeigen weder die Vorderseite noch die Rückseite deiner Wärmepumpe genau zur Hauptwindrichtung. Meist ist die Hauptwindrichtung hierzulande West beziehungsweise Nordwest, das hängt aber auch von den baulichen Gegebenheiten bei dir vor Ort ab.

  • Die Vorderseite (Ansaugöffnung) sollte nicht auf die Hauptwindrichtung ausgerichtet sein, weil Schlechtwetterfronten in der kalten Jahreszeit die Vereisung der Wärmepumpe verstärken können.

  • Die Rückseite (Ausblasöffnung) sollte nicht in den Wind ausgerichtet sein, weil der die kalte Abluft sonst ständig wieder vor die Wärmepumpe drücken kann.

Ein windgeschützter, gut belüfteter Standort ist optimal. Gegebenenfalls kannst du Windschutzvorrichtungen aufstellen.      

Innenaufstellung

Deine Luft-Wasser-Wärmepumpe kannst du auch komplett im Gebäude installieren lassen. Da deine Wärmepumpe die Außenluft als Wärmequelle nutzt, brauchst du zwei Wanddurchbrüche für Luftkanäle – über den einen saugt die Wärmepumpe Luft an, über den anderen bläst sie die Abluft aus.

Planung der Luftkanäle

Diese Luftkanäle plant dein Installationsbetrieb sorgfältig. Die Öffnungen dürfen einerseits nicht zu nah beieinander liegen, da sonst die bereits abgekühlte Ausblasluft direkt wieder angesaugt wird und somit einen thermischen Kurzschluss verursachen kann. Andererseits sollten die Leitungswege möglichst kurz sein, um die Effizienz deiner Wärmepumpe nicht zu beeinträchtigen. Zu lange Leitungswege erhöhen den Luftwiderstand und verstärken die Belastung der Ventilatoren.

Außerdem sollte die Abluftöffnung nicht in der Nähe von Fenstern liegen, da sonst kalte Zugluft in deine Wohnräume gelangen kann. Zudem besteht die Gefahr, dass deine Scheiben häufig mit Kondenswasser beschlagen sind oder gar vereisen. 

Der Platzbedarf für eine Innenaufstellung beträgt etwa 2 x 2 Meter freie Fläche, je nach Modell auch mehr. Mit einer Höhe von 1,5 bis 2 Metern und einer Breite von etwa 1 Meter musst du natürlich auch überlegen, ob du das Gerät an allen Türen, Ecken und Treppen vorbei bekommst.

Schallschutz

Auch der Schallschutz spielt eine wichtige Rolle: Die Geräusche deiner Wärmepumpe können sich in Innenräumen anders ausbreiten als im Freien. Schwingungsdämpfer und eine entsprechende Schallisolierung sind deshalb besonders wichtig. Und natürlich gilt die Vorschrift, dass du am Aufstellort der Wärmepumpe einen Sicherheitsbereich frei lässt, wenn deine Wärmepumpe Propan als Kältemittel verwendet.

Split-Aufstellung

Bei einer Split-Wärmepumpe teilen sich die Komponenten auf zwei Standorte auf. Die kompakte Inneneinheit enthält den Verflüssiger und die Pumpe, während sich die geräuschintensiveren Teile wie Ventilator, Verdampfer und Verdichter in der Außeneinheit befinden. Dadurch sind Innen- und Außeneinheit jeweils insgesamt kleiner.

Wie bei der Monoblock-Außenaufstellung gilt auch für die Außeneinheit der Split-Wärmepumpe: mindestens 30 Zentimeter Abstand zur Hauswand und 3 Meter zu Nachbargrundstücken, Gehwegen und Terrassen.

Die Inneneinheit arbeitet leiser als ein Monoblock-Gerät und für die Kältemittelleitungen zwischen Außen- und Inneneinheit sind kleinere Wanddurchbrüche nötig als für die Luftkanäle bei einer Innenaufstellung.

Die Split-Variante bietet dir damit viele Vorteile beider Welten: Die platzsparende, leise Inneneinheit ist vor Witterung geschützt, während die Außeneinheit optimal mit der Umgebungsluft arbeiten kann.

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Wärmepumpen sind das Heizsystem der Zukunft. Sie sparen dir Heizkosten und dem Planeten eine Menge CO2. In deinem Eigenheim kannst du die Kosten- und Emissionssenkung aber noch viel weiter vorantreiben. Kombinierst du deine Wärmepumpe mit einer PV-Anlage auf dem Dach sowie mit dem intelligenten Energiemanagementsystem Heartbeat AI und dem dynamischen Stromtarif Dynamic Pulse von 1KOMMA5°, profitierst du von einem unschlagbar effizienten Gesamtsystem:

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