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Wie viele Kilowatt (kW) Leistung sollte deine Wärmepumpe ungefähr haben und wie hängt das mit dem Heizwärmebedarf zusammen? Wir geben dir einen Überblick – du solltest es aber unbedingt Fachbetrieben überlassen, die Größe und Dimensionierung deiner Wärmepumpe genau zu berechnen. Die Kalkulation ist komplex und sehr wichtig für die Effizienz deiner Heizung.
Wärmepumpenleistung richtig wählen: Eine korrekte Dimensionierung ist entscheidend. Zu groß bedeutet ineffizientes Takten, zu klein bedeutet kaltes Haus.
Wichtige Faktoren: Neben der Fläche zählen vor allem der Dämmstandard (z. B. Kellerdecke, Fenster), die Vorlauftemperatur und dein Standortklima.
Faustregel für die Leistung: Im Neubau rechnet man oft mit 30–50 Watt/m², in Altbauten können es bis zu 120 Watt/m² sein.
Warmwasser nicht vergessen:Für dieWarmwasserbereitungkalkuliert man ca. 0,2 bis 0,25 kW pro Person zusätzlich – es sei denn, du nutzt Durchlauferhitzer.

Bekannt aus
Machen wir uns zunächst die Fachbegriffe klar, damit du genau weißt, worüber wir in diesem Text sprechen. Denn: Wärmebedarf ≠ Heizlast ≠ Heizleistung.
Heizbedarf (Wärmebedarf): Der Gesamtwärmebedarf (genauer: der spezifische Heizwärmebedarf) verrät dir, wie viel Heizwärme dein Haus im ganzen Jahr braucht. Wir geben ihn in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) an. Wichtig: Der Heizbedarf sagt noch nichts darüber aus, welche Wärmeleistung (also wie viele kW) deine Wärmepumpe haben sollte.
Heizlast: Dieser Wert gibt darüber Auskunft, wie viel Heizwärme dein Haus im kältesten Moment des Jahres braucht, um trotzdem richtig warm zu werden. Die Einheit für die Heizlast ist Kilowatt (kW). Achtung: Die Heizlast ist eine Momentaufnahme – sozusagen im Worst Case, wenn es am kältesten ist.
Wärmepumpenleistung (Heizleistung): Die Heizleistung deiner Wärmepumpe gibt an, wie viel Power die Anlage hat. Auch dieser Wert wird in Kilowatt angegeben und wird ziemlich nah am Wert für die Heizlast liegen. Hier geht es jetzt endlich um die Dimensionierung deiner Wärmepumpe.
Übrigens: Die Heizkosten hängen mit der Heizleistung zusammen, lassen sich aber nicht direkt daraus ableiten.
Wärmebedarf ist nicht gleich Leistung!
Wie viel kWh pro m² Wärme du brauchst und was deine Wärmepumpe an Leistung liefert, sind zwei unterschiedliche Dinge: Wärmebedarf vs. Leistung. Trotzdem hängen die beiden Größen zusammen, denn aus dem Wärmebedarf errechnen wir die Heizlast – und daraus können wir dann die Heizleistung deiner Wärmepumpe berechnen.
Bevor wir rechnen, schauen wir auf die Einflussfaktoren. Nicht jedes Haus ist gleich – und auch der Standort spielt eine Rolle.
Die Dämmung: Ein schlecht gedämmtes Dach oder eine ungedämmte Kellerdecke sorgen für hohe Wärmeverluste. Je besser die Wärmedämmung, desto kleiner kann die Wärmepumpe dimensioniert werden.
Die Vorlauftemperatur: Muss deine Wärmepumpe alte Heizkörper mit hohen Temperaturen (z. B. 55 °C) versorgen? Das erfordert mehr Leistung als eine Fußbodenheizung, die oft nur 35 °C Vorlauftemperatur benötigt. Je höher die Temperaturdifferenz, die die Pumpe schaffen muss, desto stärker muss sie sein.
Der Standort: Ein Haus im milden Köln braucht weniger Leistung als das gleiche Haus im Bayerischen Wald. Fachleute nutzen Klimakarten, um die lokale Normaußentemperatur zu bestimmen.
Wäre dein Haus ein geschlossenes, hundertprozentig isoliertes System, bräuchtest du es nur einmal aufzuheizen. Im Gegensatz zu uns kann Wärme aber nicht nur durch Türen und Fenster, sondern auch durch Wände gehen. Damit dein Zuhause auch an eisigen Wintertagen warm bleibt, muss deine Wärmepumpe diese Wärmeverluste auch im kältesten Moment ausgleichen können. Diese maximale Verlustmenge nennen wir Heizlast.
Um herauszufinden, wie viel kW deine Wärmepumpe an Leistung mitbringen muss, führen Profis eine sogenannte Heizlastberechnung durch, und zwar nach DIN EN 12831. Dafür gibt es eine Formel:
Heizlast = (ggf. Aufheizleistung +) Transmissionswärmeverlust + Lüftungswärmeverlust – Wärmequellen
Und das bedeuten diese Begriffe:
Aufheizleistung bezeichnet das, was die Wärmepumpe zum einmaligen Aufheizen des Hauses leisten muss – von der tiefsten Außentemperatur bis zur gewünschten Innentemperatur, ohne Energieverluste.
Der Transmissionswärmeverlust bezeichnet alles, was durch Wände, Decken, Böden, durch geschlossene Fenster und Türen nach außen abfließt. Hier sind Schwachstellen wie eine ungedämmte Kellerdecke oder alte Fenster entscheidend.
Lüftungswärmeverlust entsteht immer dann, wenn du die Fenster öffnest. Tipp: Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung kann diesen Verlust massiv senken und die nötige Heizlast reduzieren.
Passive Wärmequellen unterstützen dein Heizsystem beim Temperieren der Räume. Dazu gehören Sonneneinstrahlung, Abwärme von Geräten wie Kühlschränken, aber auch die menschliche Wärme. Insgesamt können diese Quellen etwa 15 Prozent ausmachen.
Für eine erste Einschätzung musst du nicht gleich die DIN-Norm wälzen. Du kannst den Leistungsbedarf anhand deines Gebäudetyps grob überschlagen. Finde deinen Status in der Tabelle und multipliziere den Wert mit deiner beheizbaren Wohnfläche:
Beispiel: Du besitzt ein teilsaniertes Haus mit 140 m² Wohnfläche. Mit einem angenommenen Wert von 70 W/m² rechnest du:
140 m² × 70 W/m² = 9.800 Watt = 9,8 kW.
Wenn dein Heizsystem auch Warmwasser bereitstellt, musst du das ebenfalls berücksichtigen. Das hängt stark von der Art der Warmwasserbereitung ab:
Wird das Wasser elektrisch direkt am Hahn erwärmt? Dann kannst du diesen Aufschlag streichen! Deine Wärmepumpe kümmert sich nur um die Heizung und kann kleiner dimensioniert werden.
Die Wärmepumpe erhitzt auch das Duschwasser. Hierfür addiert man meist pauschal 0,25 kW pro Person zur Heizlast. Bei vier Personen ist das also ungefähr 1 kW extra.
Achtung beim Speicher!
Die Größe des Warmwasserspeichers ist für den Komfort entscheidend. Für einen 4-Personen-Haushalt plant man oft 200 bis 300 Liter ein. Wer eine Regendusche oder riesige Eckbadewanne hat, hat einen deutlich höheren Warmwasserbedarf und braucht entsprechend mehr Speichervolumen oder Leistung.
Fassen wir das in einer konkreten Beispielrechnung zusammen:
Du lebst in einem 120 Quadratmeter großen Einfamilienhaus (Baujahr 1995, Fenster erneuert, Kellerdecke gedämmt).
Aufgrund des Zustands schätzen wir die spezifische Heizlast auf 60 Watt pro m² (0,06 kW/m²).
Das ergibt für die Heizung: 120 m² × 0,06 kW = 7,2 kW.
Im Haus leben 4 Personen, Warmwasser läuft zentral über die Heizung: 4 × 0,25 kW = 1,0 kW.
Gesamtleistung: 7,2 kW + 1,0 kW = 8,2 kW.
Jetzt hast du eine erste grobe Einschätzung für die Heizlast. Aber Achtung: Das bedeutet nicht zwingend, dass du exakt ein 8,2 kW-Gerät kaufen musst. Warum, erklären wir jetzt.
Viele Hausbesitzer fragen sich bei „Größe“ nicht nur nach Kilowatt, sondern nach Zentimetern. Wie viel Platz braucht das Gerät?
Luftwärmepumpen (Monoblock): Hier sitzt die Technik draußen. Die Außeneinheit ist etwa so groß wie zwei aneinandergestellte Waschmaschinen (ca. 1,20 m breit, 1 m hoch). Innen brauchst du nur wenig Platz für Speicher und Hydraulik.
Split-Geräte: Die Außeneinheit ist kompakter, dafür hast du drinnen eine Inneneinheit (ähnlich einem Kühlschrank oder einer Gastherme).
Erdwärmepumpen: Sie stehen komplett drinnen und brauchen etwa so viel Platz wie ein großer Kühlschrank, da keine Einheit im Garten steht – dafür aber Sonden im Erdreich.
Im Beispiel oben haben wir eine Heizlast von 8,2 Kilowatt errechnet. Aber muss die Wärmepumpe diese Leistung auch bei -20 °C allein schaffen? Nicht unbedingt.
Mehrere Faktoren führen dazu, dass we die Wärmepumpe oft etwas kleiner wählen:
Bivalenzpunkt & Monoenergetischer Betrieb: Luft-Wasser-Wärmepumpen werden meist so ausgelegt, dass sie den Wärmebedarf bis zu einer bestimmten Temperatur (dem Bivalenzpunkt, z. B. -5 °C oder -7 °C) allein decken. Wird es noch kälter, hilft ein integrierter Heizstab. Das ist wirtschaftlicher als eine riesige Anlage, die sich 98 % des Jahres langweilt. Das nennt man monoenergetische Betriebsweise.
Pufferspeicher: Die Wärmepumpe heizt größere Mengen Heizwasser in einem Pufferspeicher vor. Dadurch werden Lastspitzen abgefedert.
Sperrzeiten (§ 14a EnWG): Früher konnten Netzbetreiber Wärmepumpen komplett abschalten. Seit 2024 (für Neuanlagen) dürfen sie nur noch auf 4,2 kW elektrische Leistung gedimmt werden. Da eine Wärmepumpe daraus aber locker 12–15 kW Wärme macht, spürst du davon im Einfamilienhaus nichts. Große Sicherheitsaufschläge bei der Dimensionierung wegen Sperrzeiten sind daher meist unnötig.
Zwischenfazit: Nur erfahrene Fachbetriebe können einschätzen, wo der optimale Bivalenzpunkt liegt und ob ein Abgleich der Heizflächen nötig ist.
Wenn du deine individuellen Gegebenheiten nicht beachtest, können die vielen Vorteile einer Wärmepumpe schnell verlorengehen. Wärmepumpen funktionieren in einem gewissen Leistungsbereich am besten. Wichtig ist die Taktung: Idealerweise heizt deine Wärmepumpe gleichmäßig bei niedriger Intensität.
Dank moderner Inverter-Technologie können Wärmepumpen ihre Leistung an den Heizbedarf anpassen. Aber die Grundgröße muss stimmen:
Die unterdimensionierte Wärmepumpe: Hat die Wärmepumpe eine zu geringe Leistung, wird das Gebäude im Zweifelsfall gar nicht richtig warm. Der Heizstab muss ständig laufen, was teuer wird.
Die überdimensionierte Wärmepumpe:Eine zu große Anlage ("Viel hilft viel" ist hier falsch!) wird ihre Wärme nicht los. Sie schaltet sich ständig an und aus (Takten). Das ist ineffizient, senkt denWirkungsgradund lässt den Kompressor schneller verschleißen.Überdimensionierungsollte unbedingt vermieden werden.

Über 100.000 Installationen Erfahrung. Wir berechnen präzise, wie viel Wärme dein Haus benötigt – alle Details, keine versteckten Faktoren.
Du kennst nun die Eckdaten. Jetzt möchtest du bestimmt wissen, wie sich die Kosten gestalten. Anders als beim Gasverbrauch, wo du kWh 1:1 in Wärme umrechnest, macht die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom drei bis fünf Kilowattstunden Wärme:
Um zu berechnen, wie viel Strom deine Wärmepumpe ungefähr verbrauchen wird, nutzt du den Heizbedarf (Wärmemenge pro Jahr) und teilst ihn durch die Effizienz:
Stromverbrauch = Jahreswärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl (JAZ)
Was ist die Jahresarbeitszahl?
Die JAZ gibt an, wie effizient deine Wärmepumpe über das ganze Jahr arbeitet. Luftwärmepumpen erreichen oft eine JAZ von 3,5 bis 4,5. Erdwärmepumpen (Sole, Erdreich) liegen oft noch höher.
Beispielrechnung für die Kosten
Dein Haus (120 m², teilsaniert) benötigt im Jahr ca. 12.000 kWh Wärme (Heizung + Warmwasser).
Wir nehmen eine realistische Jahresarbeitszahl (Leistungszahl im Schnitt) von 4,0 an.
Rechnung: 12.000 kWh ÷ 4,0 = 3.000 kWh Stromverbrauch pro Jahr.
Die Größe deiner Wärmepumpe kannst du nur bedingt beeinflussen, den Verbrauch an Strom damit ebenfalls. Großen Spielraum hast du hingegen beim Stromtarif. Zum einen gibt es spezielle Wärmepumpentarife, die etwas günstiger sind. Besser ist jedoch ein dynamischer Stromtarif.
Während Wärmepumpentarife (genau wie Haushaltsstromtarife) fest sind, zahlst du mit einem dynamischen Stromtarif den ständig schwankenden Börsenstrompreis. Mithilfe einer intelligenten KI-Steuerung kaufst du vollautomatisch Börsenstrom ein, wenn er gerade günstig ist – und reduzierst so deine Wärmepumpe-Heizkosten etwa um die Hälfte.
Auf unser Beispiel oben übertragen bedeutet das: Ob du deine 8,2-kW-Wärmepumpe mit einem Verbrauch von 4.686 Kilowattstunden im Jahr zu einem Strompreis von 35 Cent oder beispielsweise nur 20 Cent betreibst, macht im Jahr einen Unterschied von 1.640 Euro vs. 937 Euro an Heizkosten.
Eine Heizlastberechnung ist komplex und definitiv eine Sache für Fachleute. Ein Heizlastrechner im Internet gibt dir nur eine grobe Orientierung. Unsere Experten berechnen vor der Installation deiner Wärmepumpe genau, wie viele kWh pro m² dein Haus an Wärme braucht und leiten daraus die optimale Wärmeleistung ab.
Egal ob du Neubauten planst oder Altbauten sanierst: Wir legen dir ein intelligentes Gesamtsystem mit Wärmepumpe, dynamischem Stromtarif und smartem Energiemanagement ans Herz. Es rentiert sich schneller als eine Wärmepumpe allein und ermöglicht dir die größtmögliche Ersparnis.