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So hilft dir der SCOP bei der Wahl deiner Wärmepumpe

Die Abkürzung SCOP steht für „Seasonal Coefficient of Performance“. Er verrät dir, wie effizient eine Wärmepumpe bei bestimmten Temperaturen arbeitet. Allein ausschlaggebend ist der SCOP für eine Wärmepumpe aber nicht: Es kommt vor allem auf die Gegebenheiten vor Ort an. Sehr oft ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe selbst mit einem etwas niedrigeren SCOP die beste Wahl.

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Das Wesentliche in Kürze

  • SCOP kurz erklärt: Der SCOP ist eine saisonale Kennzahl, die dir den Vergleich verschiedener Geräte ermöglicht. Er gibt an, wie effizient eine Wärmepumpe bei verschiedenen Quellentemperaturen über die gesamte Heizsaison arbeitet. Dabei handelt es sich um einen dimensionslosen Wert ohne Einheit. Grundsätzlich gilt: Je höher der SCOP, desto besser – Werte unter 2,0 gelten jedoch meist als unwirtschaftlich.

  • SCOP im Vergleich zu COP und JAZ: Zwei andere wichtige Vergleichswerte für die Effizienz von Wärmepumpen sind der Coefficient of Performance (COP) und die Jahresarbeitszahl (JAZ). Der COP berücksichtigt im Gegensatz zum SCOP nur eine einzige Temperatur (einen einzelnen Betriebspunkt). Die JAZ wird in der Praxis ermittelt, nicht im Labor – daher kannst du sie vorab allerdings nur schätzen oder mittels VDI 4650 simulieren.

  • Wie wichtig ist der SCOP? Der SCOP eignet sich gut, um verschiedene Wärmepumpenmodelle derselben Art zu vergleichen. Allein entscheidend ist er aber nicht: Es kann langfristig teurer sein, eine Wärmepumpe mit höherem SCOP zu installieren (zum Beispiel eine Erdwärmepumpe), da diese auch mehr kostet.

  • Stromkosten spielen eine große Rolle: Einen niedrigeren SCOP kannst du insbesondere dadurch ausgleichen, dass du deine Kosten für Strom senkst. So kannst du auch mit einer günstigeren Wärmepumpe mehr als ausreichend heizen. Für einen Großteil der Haushalte ist das die beste Herangehensweise. 

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Bekannt aus

Was ist der SCOP einer Wärmepumpe – und wie hängt er mit COP und JAZ zusammen?

COP, SCOP und JAZ sind drei wichtige Werte, mit denen du beurteilen und vergleichen kannst, wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet. Sie verraten also alle drei etwas über den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe. So bauen sie aufeinander auf:

Der COP (Coefficient of Performance)

Der COP-Wert, oft auch als Leistungszahl bezeichnet, gibt an, wie viele Kilowattstunden Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom unter Laborbedingungen bei einer bestimmten Temperatur erzeugen kann. Ein COP-Wert von 4 bedeutet also: 1 kWh Strom = 4 kWh Wärme. Er ist eine Momentaufnahme für einen spezifischen Betriebspunkt.

Als gute COP-Werte gelten Werte zwischen 3 und 5. Je höher der Leistungskoeffizient, desto effizienter, kostensparender und umweltfreundlicher ist die Wärmepumpe.

So entschlüsselst du die Kürzel auf dem Datenblatt

Wenn du technische Daten vergleichst, stößt du oft auf Kürzel wie A2/W35 oder A-7/W35. Diese Codes verraten dir exakt, unter welchen Betriebsbedingungen der Effizienzwert gemessen wurde:

  • A (Air): Steht für die Temperatur der Außenluft. A2 bedeutet zum Beispiel 2 °C Außentemperatur.

  • W (Water): Steht für die Temperatur des Heizungswassers (Heizwasser im Vorlauf). W35 bedeutet 35 °C Vorlauftemperatur.

Ein COP-Wert mit dem Zusatz A2/W35 beschreibt also die Heizleistung im Verhältnis zum Stromverbrauch bei 2 Grad Lufttemperatur und 35 Grad Wassertemperatur. Mit diesem Wissen kannst du Herstellerangaben viel präziser prüfen.

Der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance)

Nun erleben wir aber innerhalb einer Heizperiode nicht eine einzelne Temperatur, sondern eine große Temperaturspanne im Jahresverlauf. Deshalb gibt es den SCOP: Die Profis messen die Effizienz der Wärmepumpe bei verschiedenen Temperaturen und gewichten diese. Welche Temperaturen das genau sind, entscheidet die Klimazone.

Der SCOP-Wert bietet dir also gute Orientierung vor dem Kauf einer Wärmepumpe. Auch hier sind Werte zwischen 3 und 5 erstrebenswert. Moderne Spitzenmodelle erreichen heute oft schon einen SCOP von über 4,5 – das gilt als exzellent. Liegt der Wert jedoch dauerhaft unter 2, gilt der Betrieb meist als unwirtschaftlich.

Verhältnis statt Maßeinheit

Der SCOP ist übrigens eine dimensionslose Kennzahl. Das bedeutet, er hat keine Einheit wie „Watt“ oder „Prozent“. Er fungiert schlicht als Multiplikator: Ein Wert von 4,5 besagt, dass die Wärmepumpe im Schnitt das 4,5-fache der eingesetzten Stromenergie als Wärmeenergie liefert.

Rechenbeispiel

Was sagt der SCOP einer Wärmepumpe aus?

Mit dem SCOP kannst du den ungefähren Stromverbrauch und damit auch die laufenden Kosten für deine Wärmepumpe abschätzen. Dazu teilst du einfach deinen Bedarf an Wärme (pro Jahr) durch den SCOP und erfährst so, wie viel Energie (in Form von Strom) du bereitstellen musst:

Rechnung: 20.000 kWh (Bedarf an Wärme pro Jahr) ÷ 4,2 (SCOP) ≈ 4.760 kWh (Strom pro Jahr)

Bei einem Strompreis von rund 40 Cent pro Kilowattstunde würdest du jährlich 1.904 Euro an Stromkosten für deine Heizung zahlen. Es geht deutlich günstiger – wie, das zeigen wir dir weiter unten im Text. 

Übrigens: Es gibt ein Gegenstück zum SCOP, und zwar für Kühlgeräte (oder für das Kühlen mit Wärmepumpen). Dieser Wert heißt SEER (Seasonal Energy Efficiency Ratio). 

Die JAZ (Jahresarbeitszahl)

Die Jahresarbeitszahl ist keine Labor-Kennzahl, sondern sie gibt an, wie gut eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr durchschnittlich in der Praxis performt hat. Dabei spielen zum Beispiel auch die Dämmung des Hauses oder die Art der Heizkörper eine Rolle. Die JAZ kannst du daher nur im Nachhinein berechnen – und vorab nur schätzen. 

Die Jahresarbeitszahl darf etwas niedriger sein als der COP-Wert. Auch eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl ab 2,5 kann schon wirtschaftlich arbeiten. 

Gut zu wissen: JAZ vorab berechnen statt nur schätzen

Du musst beim Kauf nicht raten, wie effizient deine Anlage laufen wird. Zwar wird die tatsächliche JAZ erst im Betrieb gemessen, doch Fachbetriebe nutzen für die Planung die Richtlinie VDI 4650. Mit diesem standardisierten Rechenverfahren lässt sich die zu erwartende Jahresarbeitszahl anhand deiner Gebäudedaten, des Heizsystems und der Leistungsdaten der Wärmepumpe bereits im Vorfeld sehr genau simulieren. Das gibt dir Planungssicherheit für deine Betriebskosten.

Den SCOP berechnen – so geht’s:

Grundlage für die Berechnung des SCOP ist die Richtlinie EN 14825. Wie bereits erwähnt, schreibt diese Richtlinie unterschiedliche Temperaturen je nach Klimazone vor. 

In Deutschland befinden wir uns in der Klimazone für Mitteleuropa. Das ist gleichzeitig die Klimazone für das verpflichtende Durchschnittsprofil (örtliche Orientierung: Straßburg). Zusätzlich können Hersteller von Wärmepumpen auch ein wärmeres (Athen) und ein kälteres (Helsinki) Profil messen lassen und angeben.

Für Luft-Wasser-Wärmepumpen sind die Außentemperaturen besonders relevant, denn wie effizient die Heizung arbeitet, hängt direkt von der Quellentemperatur ab. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen ist die Wärmequelle die Außenluft. Folgende Messpunkte, also Außentemperaturen (Quellentemperaturen) bilden die Grundlage für die Messung:

  • kälteres Profil (Nordeuropa): –15 °C, –7 °C, 2 °C, 7 °C und 12 °C

  • durchschnittliches (verpflichtendes) Profil (Mitteleuropa): –7 °C, 2 °C, 7 °C, 12 °C

  • wärmeres Profil (Südeuropa): 2 °C, 7 °C, 12 °C

Das bedeutet: Fachleute testen die Wärmepumpe bei diesen unterschiedlichen Temperaturen und gewichten anschließend, wie gut die Performance insgesamt ist. Dabei erstellen sie nicht einfach nur einen Durchschnitt, sondern berücksichtigen, wie wahrscheinlich eine Temperatur – über die Heizsaison betrachtet – ist.

Teillastbetrieb und Inverter-Technologie

Die Fachleute beziehen in die Berechnung des SCOP auch mit ein, mit wie viel Last (von 100 Prozent) die Wärmepumpe arbeitet. Man geht zum Beispiel davon aus, dass eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bei einer Außentemperatur von 12 °C nur mit etwa 15 Prozent (Teillastfaktor gemäß EN 14825) ihrer möglichen Leistung läuft und dementsprechend weniger Strom verbraucht. Außerdem fließt der Stromverbrauch für zusätzliche Komponenten (Heizstab) oder im Standby-Modus mit ein.

Hintergrundwissen
Die Invertertechnologie

Warum sind moderne Wärmepumpen gerade bei milden Temperaturen so effizient? Das Geheimnis liegt in der Invertertechnologie. Ältere Modelle konnten oft nur „Vollgas“ oder „Aus“ (On/Off-Betrieb). Moderne Inverter-Geräte arbeiten modulierend: Sie passen ihre Wärmeleistung stufenlos an den tatsächlichen Wärmebedarf an. Das ist vergleichbar mit einem Auto, bei dem du das Gaspedal nur sanft antippst, um die Geschwindigkeit zu halten. Diese Technik sorgt for die hohen SCOP-Werte im Teillastbetrieb.

Exkurs: Was ist die Vorlauftemperatur?

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, die das Wasser (zum Heizen) hat, bevor es in die Heizflächen fließt. Klar, dass eine höhere Vorlauftemperatur mehr Power braucht. Der Temperaturunterschied zwischen Außenluft und Heizwasser bestimmt maßgeblich die Effizienz.

Für eine Fußbodenheizung reicht eine Vorlauftemperatur von 35 Grad oft völlig aus. Nutzt du Heizkörper, brauchst du vielleicht eine Vorlauftemperatur von 50 Grad oder mehr. Heizkurve und Rücklauftemperatur spielen hier ebenfalls eine wichtige Rolle für die korrekte Einstellung.

Tabelle zum SCOP bei Wärmepumpen – mit unterschiedlichen Vorlauftemperaturen

Die SCOP-Werte können nach Art und Modell der Wärmepumpe unterschiedlich ausfallen. Hier findest du eine Tabelle mit SCOP-Werten, die für Luft-Wasser-Wärmepumpen möglich sind:

Du siehst also: Selbst im schlechtesten Fall holt eine moderne, effiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom noch immer fast drei Kilowattstunden Wärme heraus – dreimal mehr als beispielsweise eine Gasheizung.

Wir sprechen hier übrigens vor allem über Luft-Wasser-Wärmepumpen, weil sie bei Weitem am häufigsten installiert werden – und das aus gutem Grund. Das sehen wir uns jetzt im Detail an. 

Augen auf beim Datenblatt
SCOP 35 oder SCOP 55?

Auf dem Energielabel deiner Wärmepumpe findest du oft zwei verschiedene SCOP-Werte. Das ist kein Fehler, sondern beschreibt unterschiedliche Einsatzbereiche:

  • SCOP 35: Gilt für Niedertemperatursysteme (z. B. Fußbodenheizung). Dieser Wert ist meist deutlich höher.

  • SCOP 55: Gilt für Mitteltemperatursysteme (z. B. klassische Heizkörper).

Wichtig für dich: Vergleiche immer nur die Effizienzkennzahlen, die zu deinem Heizsystem passen. Wer Heizkörper nutzt, sollte sich nicht vom höheren SCOP 35 blenden lassen.

Wichtig für die Praxis: Der hydraulische Abgleich

Damit deine Wärmepumpe den hohen SCOP aus dem Datenblatt auch in deinem Zuhause erreicht, ist ein sogenannter hydraulischer Abgleich entscheidend. Dabei stellt der Fachbetrieb deine Heizkörper oder die Fußbodenheizung so ein, dass sich die Wärmeabgabe gleichmäßig im Haus verteilt. Das ermöglicht geringere Vorlauftemperaturen – und genau die sorgen dafür, dass die Wärmepumpe effizient und stromsparend läuft.

Luft-Wasser-Wärmepumpen: SCOP, Preis und Flexibilität im Einklang

Luft-Wasser-Wärmepumpen haben im Vergleich zu Erdwärmepumpen (Sole-Wasser-Wärmepumpen) und Grundwasser-Wärmepumpen (Wasser-Wasser-Wärmepumpen) einen niedrigeren SCOP – allerdings sind sie verglichen mit Gas- oder Ölheizungen noch immer etwa zweieinhalb- bis viermal effizienter. Sie haben außerdem weitere Vorteile, die sie unter den Wärmepumpen zu den beliebtesten und am häufigsten installierten machen:

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind günstiger als Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen.

Während bei Erdwärmepumpen Erdarbeiten und bei Grundwasser-Wärmepumpen tiefe Bohrungen notwendig sind, lassen sich Luft-Wasser-Wärmepumpen ganz ohne Erschließung nahezu überall installieren.

Aufgrund ihrer hohen Effizienz sind sie nicht nur im gut gedämmten Neubau, sondern auch im Bestand und je nach Dämmung sogar im Altbau zum Heizen geeignet.

Physik-Check
Wärmepumpe vs. Brennwertkessel

Um die Effizienz richtig einzuordnen, hilft außerde, der Vergleich mit fossilen Heizungsarten: Selbst die modernste Gas-Brennwertheizung oder Ölheizung kann physikalisch nie mehr Energie liefern, als im Brennstoff steckt – der Wirkungsgrad liegt also immer unter 100 % (Faktor < 1,0). Eine Wärmepumpe mit einem SCOP von 4,0 liefert hingegen 400 % (Faktor 4,0) Heizenergie im Verhältnis zum eingesetzten Strom.

Sie erzeugt die Wärme nicht durch Verbrennung, sondern sammelt freie Umweltenergie ein und hebt sie mittels Kältemittel auf das nötige Temperaturniveau.

Luft-Wasser-Wärmepumpen bieten also eine gute Mischung aus hohem SCOP, vergleichsweise niedrigen Gestehungskosten und flexibler Aufstellung. In der Effizienz stehen sie Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen kaum nach:

Am Ende kommt es immer auf die sorgfältige Planung der Wärmepumpe an. Dabei berücksichtigen die Profis auch alle Gegebenheiten vor Ort, zum Beispiel den energetischen Zustand deines Hauses. Ausreichend heizen kannst du mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe fast immer – interessanter ist die Frage nach den Stromkosten. Die beste Lösung: ein dynamischer Stromtarif.

Warum ein dynamischer Stromtarif den SCOP weniger wichtig macht

Der SCOP einer Wärmepumpe ist vor allem auch im Hinblick auf die Stromkosten interessant. Je effizienter die Wärmepumpe, desto weniger Strom musst du kaufen – logisch. Zusätzlich hast du mit einem dynamischen Stromtarif die Möglichkeit, die Kosten für Strom deutlich zu senken und dieser Aspekt ist für die letztendlichen Betriebskosten wichtiger als der reine Kennwert, also zum Beispiel der SCOP deiner gewählten Wärmepumpe. Das funktioniert so:

  • Du installierst zusätzlich zu deiner Wärmepumpe einen Batteriespeicher. Keine Angst, die Kosten für die Anschaffung amortisieren sich. 

  • Du wählst einen dynamischen Stromtarif. Das bedeutet, dass du für Strom immer genau den Preis zahlst, der an der Strombörse aktuell ist. Morgens und abends, wenn der Bedarf an Strom groß ist, sind die Preise hoch – mittags und nachts kaufst du Strom teilweise für 0 Cent pro Kilowattstunde.

  • Eine intelligente Steuerung behält diese Muster für dich im Blick und kauft Strom dann, wenn er besonders günstig (oder kostenlos) ist. Sie speichert ihn im Batteriespeicher.

  • Wenn der Strom teuer ist, zum Beispiel an einem kalten Winterabend, betreibst du deine Wärmepumpe entspannt mit Strom aus deinem Speicher, den du zu niedrigsten Preisen gekauft hast.

Auf diese Weise fällt der SCOP deiner Wärmepumpe deutlich weniger ins Gewicht – wobei er im Vergleich zu konventionellen Heizungen natürlich immer noch überragend ist. Du sparst auf diese Weise so viel an Stromkosten, dass Wärmepumpe und Speicher sich über die Jahre praktisch selbst bezahlen. 

Profi-Tipp

Den absoluten Turbo schaltest du mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage ein. Den selbst erzeugten Strom (der dich umgerechnet etwa 5 Cent pro Kilowattstunde kostet) kannst du direkt für deine Wärmepumpe nutzen.

Förderung für Wärmepumpen – SCOP entscheidet mit

Der SCOP einer Wärmepumpe entscheidet indirekt mit darüber, ob du eine Förderung erhalten kannst. Voraussetzung ist nämlich unter anderem eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 – und die ist ja teilweise abhängig von den COP- beziehungsweise SCOP-Werten.

Ausschlaggebend für das Energielabel und die Listung als förderfähiges Gerät ist auch der ETAs-Wert (der jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz-Wert). Er errechnet sich aus dem SCOP deiner Wärmepumpe. Hierbei wird ein europäischer Primärenergiefaktor (PEF) von 2,5 angesetzt (nicht der nationale GEG-Wert von 1,8, der oft fälschlicherweise angenommen wird).

Beispiel

3,8 (SCOP) ÷ 2,5 (PEF für Strom) × 100 = 152 %

Dieser Wert entscheidet auch darüber, welche Energieeffizienzklasse auf dem Label steht.

Vom SCOP zum Energielabel

Was bedeutet A+++?

Du kennst sicher die bunten Energieeffizienz-Label. Auch bei Wärmepumpen basiert diese Einteilung (von A+++ bis G) direkt auf dem SCOP-Wert bzw. dem daraus errechneten ETAs. Als Faustformel für den schnellen Vergleich kannst du dir merken:

  • Klasse A+++: Entspricht meist einem SCOP von 5,0 oder höher (Spitzeneffizienz).

  • Klasse A++: Liegt oft in einem SCOP-Bereich zwischen 4,5 und 5,0.

Ein Blick auf das Label gibt dir also eine erste, schnelle Einschätzung.

Diese Tabelle zeigt dir, welche ETAs-Werte eine Wärmepumpe für eine Förderung mindestens erreichen muss:

Tipp: Die Förderung für deine Wärmepumpe beträgt derzeit mindestens 50 und bis zu 70 Prozent – das sind also keine kleinen Summen. Kostet deine Wärmepumpe 25.000 Euro, kannst du also 12.500 bis 17.500 Euro erstattet bekommen.
Verschaffe dir mit unserem Förderrechner einen schnellen Überblick, von wie viel staatlicher Förderung du mit einer Wärmepumpe potentiell profitieren könntest:

Siebel Eltron Wärmepumpe
Wärmepumpe

Wärmepumpe, Stromtarif und Steuerung aus einer Hand

Wir sprechen aus tausendfacher Erfahrung: Wenn du Wärmepumpe, PV-Anlage, Speicher und intelligente Steuerung mit einem dynamischen Stromtarif kombinierst, kannst du in den günstigsten Zeiten mit kostenlosem Strom oder sogar negativen Strompreisen rechnen. Allein die Betriebskosten deiner Wärmepumpe reduzieren sich damit um rund die Hälfte.

Unabhängig vom exakten SCOP deiner Wärmepumpe heizt du so jederzeit zuverlässig, günstig und smart – eine gute Entscheidung für dich und für das Klima. 

Fazit: SCOP-Wert ist wichtig, aber nicht entscheidend.

Ein guter Leistungszahl-Schnitt (SCOP) ist die Voraussetzung für effizientes Heizen und umweltfreundlichen Betrieb. Er ist ein zentraler Effizienzwert für den Vergleich verschiedener Wärmepumpentypen. Über die zu erwartenden Stromkosten gibt er aber nur teilweise Auskunft: Entscheidend ist außerdem, welchen Stromtarif du wählst und wie gut das System eingestellt ist.

Profi-Tipp

So bleibt der SCOP dauerhaft hoch

Der SCOP ist ein Laborwert, der von einem sauberen Gerät ausgeht. In der Praxis können Laub im Außengerät oder verstaubte Filter die Luftzufuhr bremsen. Eine regelmäßige Wartung stellt sicher, dass deine Anlage auch nach Jahren noch so effizient arbeitet, wie es der SCOP verspricht.

Ein dynamischer Stromtarif ist auch nur der Anfang. Die intelligente Steuerung sucht ständig nach Möglichkeiten, deinen Stromverbrauch zu optimieren – und mit einer Wärmepumpe hast du seit dem 01.01.2024 verpflichtend (für Neuanlagen) Zugang zu reduzierten Netzentgelten. Damit kannst du noch mehr sparen. Wir informieren dich gern dazu.