
Luft-Wasser-Wärmepumpen gibt es in Monoblock- oder Split-Bauweise – aber welche ist besser für dich geeignet? Die Antwort entscheidet über Installation, Wartungsaufwand und Effizienz deiner neuen Heizung. Wir zeigen dir die Vor- und Nachteile beider Systeme und klären, welches sich für dein Haus (wahrscheinlich) anbietet.
Die richtige Wahl: Sowohl Monoblock- als auch Splitgeräte sind hocheffiziente Heizlösungen. Welche Variante besser passt, hängt von deiner Wohnsituation, den Leitungswegen und dem verfügbaren Platz ab.
Monoblock vs. Split: Die Monoblock-Wärmepumpe vereint alle Komponenten in einem Gerät (meist außen). Die Split-Wärmepumpe verteilt die Technik auf eine Außen- und eine Inneneinheit. Moderne Monoblocks punkten oft mit dem natürlichen Kältemittel R290, während Split-Systeme flexibler bei der Aufstellung sind.
Installation und Wartung: Die Monoblock-Wärmepumpe überzeugt durch eine einfache Installation und einen geringen Wartungsaufwand. Ein Split-System musst du von einem speziell dafür zertifizierten Kältetechnik-Betrieb mit ensprechendem Sachkundenachweis installieren lassen. Zudem ist der Kältemittelkreislauf regelmäßig zu kontrollieren.
Effizienz und Kosten: Die Anschaffung unterscheidet sich je nach Modell, gleicht sich aber über die Installationskosten oft an. Wichtig: Der maximale Investitionszuschuss vom Staat beträgt bis zu 21.000 Euro (bei 30.000 Euro förderfähigen Kosten).

Bekannt aus
Monoblock oder Split – das ist bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe häufig die Frage. Das Prinzip der Wärmegewinnung ist bei beiden Bauarten identisch. Sie unterscheiden sich lediglich darin, wie die Komponenten angeordnet sind.
Kurz zur Funktion: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, egal ob Monoblock oder Split, arbeitet in einem geschlossenen Kreislauf mit vier Stationen, in dem ein spezielles Kältemittel zirkuliert. Dieses Kältemittel kann bereits bei niedrigen Temperaturen verdampfen und dabei Wärme aufnehmen. So läuft der Prozess ab:
Verdampfen
Ein Ventilator saugt Außenluft an. Die Wärmeenergie aus dieser Luft bringt das Kältemittel zum Verdampfen.
Verdichten
Der Verdichter komprimiert das gasförmige Kältemittel, wodurch Druck und Temperatur steigen.
Verflüssigen
Im Verflüssiger (Wärmetauscher) wird die Wärme an den Heizkreislauf abgegeben. Das Kältemittel wird wieder flüssig.
Entspannen
Im Entspannungsventil sinkt der Druck, das Kältemittel kühlt ab und der Kreislauf beginnt von vorne.

Und wie genau sind diese Komponenten bei einer Monoblock- und einer Split-Wärmepumpe nun angeordnet? Das sehen wir uns jetzt näher an.
Die Monoblock-Wärmepumpe vereint alle wichtigen Komponenten – Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Entspannungsventil – in einem kompakten Gehäuse. Sie gilt daher als praktische Kompaktlösung.

Luft-Wasser-Wärmepumpe in Monoblock Bauweise
Du kannst den Monoblock meist im Außenbereich aufstellen. Wichtig ist hierbei, dass die Wasserleitungen (Vor- und Rücklauf), die ins Haus führen, gut gedämmt sind, um Wärmeverluste zu vermeiden. Ein großer Vorteil dieser Monoblockgeräte ist die einfache Installation: Da der Kältekreislauf hermetisch geschlossen ab Werk kommt, muss der Installateur keinen Sachkundenachweis (Kälteschein) für die Montage vor Ort besitzen. Das spart oft Zeit auf der Baustelle.
Da beim Monoblock Heizungswasser durch das Außengerät fließt, besteht bei langanhaltendem Stromausfall im tiefsten Winter theoretisch die Gefahr, dass Leitungen einfrieren. Moderne Geräte besitzen jedoch einen integrierten Frostschutz (Abtauautomatik oder Frostschutzventile), der das System sichert.
Die Split-Wärmepumpe teilt sich in zwei Einheiten auf: eine Außeneinheit und ein Inneneinheit. Der Verdampfer und der Verdichter befinden sich draußen. Über dünne Kälteleitungen ist sie mit dem Innengerät verbunden, wo der Verflüssiger sitzt. Hier findet die Wärmeübertragung auf das Heizwasser statt.

Luft-Wasser-Wärmepumpe in Split Bauweise
Diese Bauweise bietet mehr Flexibilität: Die Außeneinheit ist oft kompakter und leichter. Zudem friert das Kältemittel in den Außenleitungen nicht ein. Allerdings ist die Installation aufwendiger: Ein zertifizierter Kältetechniker muss die Splitgeräte anschließen und befüllen.
Viele Hausbesitzer wissen gar nicht, dass ihre neue Heizung ein echtes Multitalent ist: Sowohl Monoblock- als auch Split-Systeme bieten oft eine integrierte Kühlleistung (Active Cooling). Dabei wird der Prozess umgekehrt: Das System entzieht den Räumen Wärme und gibt sie nach draußen ab.
Die Kühlleistung ist dabei natürlich nicht mit einer Klimaanlage identisch, sorgt aber für eine angenehme Temperierung um einige Grad. Für eine optimale Kühlleistung benötigst du idealerweise eine Fußbodenheizung oder Gebläsekonvektoren. Herkömmliche Heizkörper sind für die Übertragung der Kühlleistung meist ungeeignet, da sich Kondenswasser bilden kann.
Beide Bauarten haben ihre Stärken und Schwächen. Welches System besser zu dir passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Lass uns die wichtigsten davon einmal vergleichen.
Kosten und Installation
Die Gesamtkosten setzen sich aus der Anschaffung und der Installation zusammen. Splitgeräte sind oft in der reinen Anschaffung günstiger, verursachen aber höhere Installationskosten durch den Kältetechniker-Einsatz. Die Monoblock-Variante spart Installationszeit (oft 1–2 Tage vs. 2–3 Tage bei Split), erfordert aber teurere, isolierte Leitungswege und größere Wanddurchbrüche für die dicken Wasserrohre.
Wartung
Wärmepumpen sind unter anderem deswegen so beliebt, weil sie insgesamt sehr wartungsarm sind. So entstehen zum Beispiel weder Ruß noch Schlacken, weil eine Wärmepumpe keine Brennstoffe verarbeitet. Daher entfällt auch der sonst übliche jährliche Termin zum Schornsteinfegen. Zudem sind Wärmepumpen robust, verschleißarm und wenig fehleranfällig.
Ein bestimmtes Wartungsintervall – der Hersteller empfiehlt oft alle ein bis zwei Jahre – solltest du dennoch einhalten, schon allein, um etwaigen Garantie- oder Gewährleistungsansprüchen gerecht zu werden.
Bei beiden Systemen, Monoblock und Split, ist eine solche regelmäßige Wartung der Grundkomponenten auch ratsam, um den fehlerfreien Betrieb langfristig zu sichern. Die Split-Wärmepumpe erfordert zusätzlich regelmäßige Dichtigkeitsprüfungen des Kältemittelkreislaufs, was natürlich zu etwas höheren Wartungskosten führt. Die genauen Wartungsintervalle entnimmst du den Herstellerangaben.
Effizienz und Energieverbrauch
In puncto Wirkungsgrad nehmen sich beide Systeme wenig. Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl (JAZ). Moderne Monoblockgeräte nutzen häufig das natürliche Kältemittel R290 (Propan). Dieses ermöglicht höhere Vorlauftemperaturen (ideal für den Altbau) und ist zukunftssicher (PFAS-frei). Split-Geräte holen oft Punkte bei der Effizienz im Teillastbereich, aber der Monoblock hat durch R290 technologisch stark aufgeholt.
Platzbedarf
Der Platzbedarf ist ein Kriterium. Ein Monoblock ist schwerer und größer, da alles in einem Kasten steckt. Ist dein Garten schwer zugänglich (z. B. Reihenhaus), kann das Gewicht des Monoblocks einen Kran erfordern. Die Außeneinheit einer Split-Anlage ist leichter und kompakter, dafür benötigst du Platz für das Innengerät im Hauswirtschaftsraum.
Lautstärke und Lärm
Moderne Wärmepumpen sind leise. Der Geräuschpegel liegt je nach Modell bei circa 50 Dezibel – das ist vergleichbar mit Vogelgezwitscher oder leiser Radiomusik (ein Kühlschrank ist mit ca. 35–40 dB deutlich leiser). Um Ärger mit dem Nachbarn zu vermeiden, ist der Standort wichtig. Eine Split-Wärmepumpe verursacht nur draußen Lärm durch den Ventilator, der Kompressor ist oft (aber nicht immer) draußen. Beachte: Bei Monoblockgeräten mit R290 (Propan) müssen zudem Sicherheitsabstände zu Lichtschächten eingehalten werden.
Die Entscheidung zwischen Monoblock- oder Split-Wärmepumpe hängt vor allem von deiner individuellen Wohnsituation ab.
du im Innenbereich wenig Platz hast (kein großer Technikraum),
du eine möglichst einfache Installation (Komplettpaket ohne Kälteschein-Pflicht) bevorzugst,
du Wert auf natürliche Kältemittel (R290) und hohe Vorlauftemperaturen legst,
die Leitungswege durch die Außenwand kurz gehalten werden können.
der Platz im Garten begrenzt ist oder der Zugang für schweres Gerät fehlt,
die Außeneinheit weit vom Haus entfernt stehen soll (Kälteleitungen haben kaum Wärmeverluste),
du im Innenbereich Platz für das Innengerät und ggf. einen Pufferspeicher hast.
Generell sind beide Varianten für Neubauten und Bestandsgebäude geeignet. Moderne Qualitätsstandard-Geräte liefern in beiden Bauweisen zuverlässig Wärme und Warmwasserbereitung. Viele Menschen tendieren zum Monoblock, da diese Bauweise in puncto Installation und Wartung weniger aufwendig ist. In jedem Fall solltest du dich von einem Fachbetrieb beraten lassen.
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