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So viel Wartung braucht deine Wärmepumpe, um fit zu bleiben

Wärmepumpen brauchen nicht viel Pflege – aber eine regelmäßige Wartung hilft, sie über viele Jahre fit zu halten. Für dich lohnt sich das, denn je effizienter sie läuft, desto geringer der Stromverbrauch. Hier verraten wir dir, wie oft eine Wartung deiner Wärmepumpe nötig ist und was dabei passiert.

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Das Wesentliche in Kürze

  • Wie oft solltest du deine Wärmepumpe warten lassen? Sinnvoll ist es, deine Wärmepumpe einmal jährlich warten zu lassen. Eine gesetzliche Vorschrift zur Wartung von Wärmepumpen gibt es allerdings nicht – es sei denn, deine Wärmepumpe nutzt noch ein Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial. 

  • Was passiert bei der Wartung? Bei der Wartung überprüft dein Fachbetrieb all die Teile, die für den zuverlässigen Betrieb deiner Wärmepumpe wichtig sind. Das sind zum Beispiel Ab- und Zuführungen für Luft sowie Ventile, Filter und elektrische Verbindungen.

  • Wie teuer ist die Wartung? Die Kosten für die Wartung hängen von der Art deiner Wärmepumpe ab. Insgesamt sind Wärmepumpen aber wartungsärmer als andere Heizungen, sodass du im Schnitt mit nur etwa 200 bis 400 Euro pro Jahr rechnen musst. Auch zusätzliche Pflichttermine wie etwa der Besuch des Schornsteinfegers entfallen. 

  • Achtung: Wartung den Profis überlassen! Du solltest deine Wärmepumpe nicht selbst warten. Denn dabei kannst du nicht nur versehentlich teure Defekte verursachen, sondern gefährdest auch eventuelle Garantie- und Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Hersteller.

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Wann ist die Wartung für deine Wärmepumpe Pflicht?

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Wartung von Wärmepumpen – mit einer Ausnahme. Wenn nämlich deine Wärmepumpe mit einem Kältemittel arbeitet, das ein hohes Treibhauspotenzial hat (und damit sehr umweltschädlich ist), dann ist eine jährliche Dichtheitsprüfung vorgeschrieben. Dabei stellt der Fachbetrieb sicher, dass das Kältemittel nicht durch ein Leck austritt und in die Umwelt gelangt. 

Eine Dichtheitsprüfung musst du durchführen lassen, wenn 

  • das Kältemittel in deiner Wärmepumpe entweder ein bestimmtes CO2-Äquivalent (unter 5 Tonnen) überschreitet oder

  • ein Grenzwert bezüglich der Füllmenge (an Kältemittel) überschritten wird (zum Teil schon ab 1 Kilogramm).

Sehen wir uns das noch etwas genauer an.

CO2-Äquivalent und Füllmenge des Kältemittels

Das CO2-Äquivalent berechnest du, indem du die Füllmenge des Kältemittels (in Kilogramm) mit dem GWP-Wert des Kältemittels malnimmst. GWP steht für „Global Warming Potential“ – also Treibhauspotenzial. Welche Grenzwerte gelten, gibt die F-Gas-Verordnung vor: Sie soll den Einsatz schädlicher Kältemittel reduzieren. 

Ein Beispiel dazu

Sagen wir, du betreibst im Einfamilienhaus eine Wärmepumpe, die mit 3 Kilogramm des Kältemittels R-32 arbeitet. Dieses Kältemittel hat einen moderaten GWP-Wert von 675. Du rechnest: 3 kg * 675 = 2.025 kg CO2-Äquivalent. Das entspricht 2,025 Tonnen. Ein CO2-Äquivalent unter 5 Tonnen setzt keine Überprüfung der Dichtheit voraus – du bist von der Prüfpflicht befreit

Für manche Kältemittel ist nicht das CO2-Äquivalent entscheidend, sondern die Füllmenge. Schon ab einer Füllmenge von 1 Kilogramm ist für manche Wärmepumpen eine Prüfung vorgeschrieben. Die Regeln sind jedoch komplex: Es hängt unter anderem auch davon ab, welche Art von Wärmepumpe du betreibst – eine Monoblock- oder eine Split-Anlage. Monoblock-Anlagen kommen öfter ohne Prüfung aus.

Die genauen Grenzwerte kannst du in der F-Gas-Verordnung nachlesen. Einfacher ist es, wenn du dich von deinem Fachbetrieb beraten lässt: Die Profis können dir genau sagen, ob deine Wärmepumpe jährlich überprüft werden muss oder nicht. 

Keine Pflicht: Wie oft ist eine Wärmepumpen-Wartung trotzdem sinnvoll?

Wärmepumpen sind insgesamt sehr wartungsarm. Da sie keine Brennstoffe verarbeiten, entstehen weder Ruß noch Schlacken. Außerdem sind Wärmepumpen robust, verschleißarm und wenig fehleranfällig. Der Hersteller empfiehlt dir dennoch ein bestimmtes Wartungsintervall – oft alle ein bis zwei Jahre. Dieses solltest du einhalten, denn es kann sonst sein, dass du Garantie- oder Gewährleistungsansprüche verlierst.

Das ist aber nicht der einzige Grund: Eine regelmäßige Wartung deiner Wärmepumpe stellt sicher, dass sie ordnungsgemäß arbeitet. Und das zahlt sich aus: Wenn alle Filter sauber sind und das Kältemittel gut zirkulieren kann, wirkt sich das positiv auf die Effizienz, also schlussendlich auf den Stromverbrauch, aus – und damit auf deine Kosten. Außerdem trägt eine regelmäßige Wartung zur langen Lebensdauer deiner Wärmepumpe bei.

Apropos Lebensdauer: Wie lange hält denn eine Wärmepumpe? Oft ist von etwa 15 bis 20 Jahren die Rede – also eine „normale“ Lebensdauer für eine Heizung. Das ist aber eher das Minimum. Bei guter Pflege kann deine Wärmepumpe auch 25 und mehr Jahre halten.

Was passiert bei der Wartung einer Wärmepumpe?

Es ist so weit: Deine Wärmepumpe soll gewartet werden. Bei der Kontrolle schauen sich die Profis die wichtigsten Bestandteile deiner Wärmepumpe an:

Wartungs-Checkliste

  • Sie überprüfen den Flüssigkeitskreislauf der Heizung (damit alles effizient arbeitet).

  • Sie stellen sicher, dass es keine Lecks, zu viel Luft im System oder Verunreinigungen des Kältemittels gibt.

  • Sie überprüfen alle Ventile und Filter und reinigen diese bei Bedarf.

  • Sie prüfen elektrische Verbindungen und Stecker

  • Sie werfen auch einen Blick auf die Heizregelung deiner Wärmepumpe, um festzustellen, ob sie bei optimaler Temperatur heizt – das steigert die Effizienz und senkt die Kosten.

Weitere Service-Maßnahmen gibt es dann je nach Art deiner Wärmepumpe. Schauen wir uns das näher an.

Wartung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe verdampft das Kältemittel beim Kontakt mit der Außenluft. Deshalb ist es wichtig, dass die Wärmepumpe jederzeit genug Luft ansaugen kann. Ein wichtiger Teil der Wartung ist daher die Überprüfung der Zu- und Abluftkanäle

Außerdem kann sich im System Kondenswasser bilden. Es sammelt sich in einer Kondensatwanne und fließt dann durch einen Kondensatablauf ab. Auch diese beiden Komponenten prüft dein Fachbetrieb bei der Wartung deiner Wärmepumpe.

Wartung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe (auch: Erdwärmepumpe) entzieht dem Erdreich Wärme. Dazu zirkuliert durch den Erdboden in einem Rohrsystem eine Sole, die aus Wasser und Frostschutzmittel besteht. Zur Wartung der Wärmepumpe gehört es, den Gehalt des Frostschutzmittels zu überprüfen. Der Druck im Solekreislauf steht ebenfalls auf der Checkliste: Ist er zu niedrig, könnte es ein Leck geben. 

Wartung einer Grundwasser-Wärmepumpe

Grundwasser-Wärmepumpen (auch: Wasser-Wasser-Wärmepumpen) heizen mit Wärme aus dem Grundwasser. Dazu benötigt die Wärmepumpe zwei Brunnen, und diese stehen im Fokus der Wartung. Die Profis schauen sich unter anderem die Pumpen und Ventile an und stellen sicher, dass es im Brunnen selbst nicht zu Wasserverunreinigungen oder Verkalkungen kommt.

Heiß und kalt: Legionellen vorbeugen und Eisbildung vermeiden

Diese beiden Punkte haben streng genommen nicht direkt mit der Wartung deiner Wärmepumpe zu tun. Sie sind aber ebenfalls wichtig dafür, dass deine Anlage zuverlässig und sicher heizen kann. 

Gegen Legionellen wird’s heiß.

Legionellen sind Bakterien, die sich gern in Wasserleitungen ansiedeln, wenn das Wasser nicht regelmäßig auf hohe Temperaturen erhitzt wird. 

Da eine Wärmepumpe am effizientesten bei niedrigen Temperaturen arbeitet, gibt es eine spezielle Legionellenschaltung: Sie heizt das Wasser hin und wieder richtig hoch, sodass eventuelle Legionellen absterben und sich nicht vermehren können – und du sicheres Brauchwasser hast.

Und wenn es draußen eisig wird?

Wenn es draußen sehr kalt ist, kann das Kondenswasser, das sich in Luft-Wasser-Wärmepumpen bildet, gefrieren. Das darf nicht so bleiben, da die Funktion deiner Heizung sonst darunter leiden würde. 

Für dich ist das kein Problem, denn moderne Wärmepumpen durchlaufen automatisch einen Enteisungszyklus. Das Eis taut dabei ab und deine Wärmepumpe liefert dir weiterhin die bestmögliche Leistung.

Warum die Wartung von Wärmepumpen in die Hände von Profis gehört

Vielleicht hast du Erfahrung darin, die Verbindungen elektrischer Geräte zu überprüfen oder eine Heizkurve einzustellen. Die Wartungsarbeiten für deine Wärmepumpe solltest du trotzdem immer Fachleuten überlassen. Das hat mehrere Gründe:

  • Die Profis haben nicht nur viel Erfahrung, sondern auch das richtige Werkzeug dabei.

  • Wenn du selbst versehentlich einen Defekt verursachst, musst du alle Folgekosten selbst tragen – und die können hoch ausfallen.

  • Deine Ansprüche auf Garantie oder Gewährleistung erlöschen, wenn du deine Wärmepumpe eigenständig wartest.

  • Für den Umgang mit bestimmten Kältemitteln ist sogar eine Qualifikation vorgeschrieben – der sogenannte Kälteschein.

Die Kosten, die du in eine professionelle Wartung deiner Wärmepumpe investierst, zahlen sich aus: Effizienter heizen, die Lebensdauer deiner Anlage verlängern und den Stromverbrauch senken – das lohnt sich unterm Strich auch finanziell

Wie viel kosten die Wartungsarbeiten?

Wie hoch die Kosten für die Wartung deiner Wärmepumpe ausfallen, hängt von der Art deiner Wärmepumpe, ihrer Größe und Ausführung ab. Selbst dein Wohnort spielt eine Rolle, denn auch bei den Kosten für die Wartung gelten Angebot und Nachfrage. 

Grob kannst du mit etwa 200 bis 400 Euro pro Jahr für die Wartung rechnen. 

Damit sind Wärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizsystemen günstig. Das liegt unter anderem daran, dass sich keine Schlacken bilden, die entfernt werden müssten, und dass die Kontrolle durch einen Schornsteinfeger oder eine Schornsteinfegerin entfällt. Unter den Wärmepumpen sind Luft-Wasser-Wärmepumpen in der Wartung am preiswertesten. Bei Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen liegen die Kosten etwas höher, da der Solekreis beziehungsweise die Brunnen geprüft werden müssen. 

Siebel Eltron Wärmepumpe
Wärmepumpe

Unsere Wärmepumpen: effizient, wartungsarm und gut für dich

Dass eine Wärmepumpe eine gute Entscheidung fürs Klima ist, weißt du wahrscheinlich: Sie macht aus einer Kilowattstunde Strom drei bis fünf Kilowattstunden Wärme – ziemlich beeindruckend. Für deine Heizkosten sind aber nicht nur der Stromverbrauch, sondern auch der Strompreis entscheidend

Deshalb kombinieren wir Wärmepumpen mit einem dynamischen Stromtarif und einem Batteriespeicher. In letzterem speicherst du günstig eingekauften Strom zwischen, bis du ihn brauchst – und reduzierst damit die Betriebskosten für deine Wärmepumpe locker um die Hälfte.

Checkliste: So läuft die Wartung deiner Wärmepumpe reibungslos

Wie hoch die Kosten für die Wartung deiner Wärmepumpe ausfallen, hängt von der Art deiner Wärmepumpe, ihrer Größe und Ausführung ab. Selbst dein Wohnort spielt eine Rolle, denn auch bei den Kosten für die Wartung gelten Angebot und Nachfrage. 

Grob kannst du mit etwa 200 bis 400 Euro pro Jahr für die Wartung rechnen. 

Damit sind Wärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizsystemen günstig. Das liegt unter anderem daran, dass sich keine Schlacken bilden, die entfernt werden müssten, und dass die Kontrolle durch einen Schornsteinfeger oder eine Schornsteinfegerin entfällt. Unter den Wärmepumpen sind Luft-Wasser-Wärmepumpen in der Wartung am preiswertesten. Bei Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen liegen die Kosten etwas höher, da der Solekreis beziehungsweise die Brunnen geprüft werden müssen. 

1. Plane die Wartungsarbeiten für die Sommermonate ein

Denn für die Wartung muss deine Wärmepumpe abgeschaltet werden – das ist angenehmer, wenn du die Heizung ohnehin gerade nicht brauchst.

2. Lege dir einen wiederkehrenden Termin an

Einmal jährlich solltest du eine Wartung für deine Anlage einplanen – es sei denn, dein Hersteller gibt dir ein längeres Intervall vor.

3. Manche Hersteller bieten Wartungsverträge an

Sie sind meist etwas günstiger und du musst dich dann um die Wartung nicht mehr jedes Jahr aufs Neue bemühen.

4. Ziehe die Wartung bei Bedarf vor

Wenn beispielsweise der Stromverbrauch deiner Wärmepumpe steigt, ist das ein Zeichen dafür, dass es ein Problem gibt. Eine frühere Kontrolle ist dann sinnvoll.

5. Frage, was du selbst übernehmen kannst

Eventuell kannst du manche Filter zwischendurch reinigen, ohne dass dabei Garantieleistungen erlöschen. Kläre das aber mit dem Hersteller ab und lass dich von den Profis dazu einweisen. 

Gut zu wissen

Wenn du dich für eine Wärmepumpe von 1KOMMA5° entscheidest, übernimmt einer unserer auf ganz Deutschland verteilten Meisterbetriebe nicht nur die Planung, den Einbau und die Inbetriebnahme. Er steht dir auch darüber hinaus mit Rat und Tat zur Seite – auch für die Wartung. So bekommst du den gesamten Service aus einer Hand und hast immer einen Ansprechpartner vor Ort.

Fazit: Nicht warten mit der Wartung.

Die regelmäßige Wartung ist für deine Wärmepumpe eine Wohltat – und sie dankt es dir durch effizientes Heizen und eine lange Lebensdauer. Auch wenn oft keine Pflicht zur Wartung besteht: Verzichte nicht darauf, sondern plane die jährliche Kontrolle ein. 

Wärmepumpen sind übrigens so ausgelegt, dass sie sich innerhalb ihrer Lebensdauer amortisieren, weil du so viel an Heizkosten sparst. Mit gründlicher Wartung kannst du unter Umständen einige zusätzliche Jahre herausholen – dann lohnt sich jedes Jahr umso mehr. Wärmepumpen sind konventionellen Heizungen mit Gas oder Öl haushoch überlegen, nicht nur im Hinblick auf die Kosten, sondern auch, was Effizienz und CO2-Ausstoß angeht. Eine rundum gute Entscheidung also!