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Negative Strompreise am Wochenende: -39 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde Strom

Dank Wind und Sonne fielen die Strompreise am Wochenende in den negativen Bereich. Mit dem Verbrauch von Strom konnte man Geld verdienen. 1KOMMA5° hat die Strompreise des vergangenen Wochenendes an der Börse und seiner Kundinnen und Kunden analysiert.
Aktualisiert am

Lesezeit

3 min

Das Wesentliche in Kürze

  • Überschuss an Strom aus Wind und Sonne trieb Börsenstrompreis am Sonntag auf bis zu -480 Euro/MWh – niedrigster Wert seit 2023

  • Intelligente Haushalte konnten im Schnitt bis zu 35 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde verdienen – trotz hoher Netzentgelte, Steuern und Abgaben

  • Mit intelligenter Steuerung verdiente man am Sonntag durch das Laden eines E-Autos bis zu 18 Euro

Das vergangene Wochenende zeigte, wie erneuerbare Energien den Strompreis in Deutschland senken. Eine hohe Produktion aus Wind- und Solarstrom traf auf eine vergleichsweise geringe Nachfrage. Das sorgte für negative Börsenstrompreise. Wer seinen Strom mit einem dynamischen Tarif bezieht und intelligent aussteuert, konnte dadurch am Sonntag fürs Stromverbrauchen Geld bekommen – bis zu 39 Cent pro Kilowattstunde inkl. Steuern, Netzentgelte und sonstige Abgaben. 1KOMMA5° hat die Strompreise des vergangenen Wochenendes an der Börse und seiner Kundinnen und Kunden analysiert.

Überschuss an Strom aus Wind und Sonne trieb Börsenstrompreis am Sonntag auf bis zu -480 Euro/MWh

Viel Wind- und Sonnenstrom sorgte das gesamte Wochenende für Phasen niedriger und sogar negativer Börsenstrompreise. Bereits am Freitag sanken die Preise ab Mittag für über fünf Stunden in den negativen Bereich (max. -39,50 Euro/MWh). Noch stärker fielen die Preise am Samstagmittag. Insgesamt neun Stunden und 15 Minuten verblieben die Preise im negativen Bereich und sanken auf bis zu -201,70 Euro pro Megawattstunde. Das entspricht rund -20 Cent je Kilowattstunde vor Steuern und Abgaben.

Der Höhepunkt negativer Preise wurde dann am Sonntag erreicht. Acht Stunden und 15 Minuten lang lagen die Preise unter null Euro. Um 14 Uhr kostete eine Megawattstunde Strom -480 Euro/MWh, was -48 Cent/kWh vor Steuern und Abgaben entspricht. Der niedrigste Wert seit Juli 2023, als der Preis kurzzeitig den negativen Maximalbetrag des Marktes von -500 Euro/MWh erreichte.1 

„In letzter Zeit hört und liest man häufig, die Erneuerbaren seien schuld an steigenden Strompreisen, doch das Gegenteil ist der Fall”, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°. „Zum einen zeigen die negativen Börsenstrompreise, wie stark die erneuerbaren Energien den Strompreis in Deutschland senken. Zum anderen sind so hohe negative Preise auch ein Symptom von zu wenig Flexibilität im Stromnetz und zu wenig Speicherkapazitäten. Großbatterien und Heimspeicher zusammen mit intelligenter Steuerung könnten den Strompreis stabilisieren und letztendlich für alle senken.”

Intelligente Haushalte konnten im Schnitt bis zu 35 Cent pro verbrauchter Kilowattstunde verdienen – trotz hoher Netzentgelte, Steuern und Abgaben

Stromkundinnen und -kunden können direkt von negativen Preisen an der Strombörse profitieren. Grundvoraussetzung dafür ist ein moderner Stromzähler (Smart Meter) und ein dynamischer Stromtarif. Auf den Börsenpreis fallen noch Steuern, Netzentgelte und weitere Abgaben an. Sie entsprechen zusammen in Deutschland rund 60 Prozent des Gesamtpreises.

Trotz der vergleichsweise hohen Steuern und Abgaben sorgten die negativen Börsenpreise auch für negative Endkundenpreise. Im Schnitt über alle Kundinnen und Kunden von 1KOMMA5°, die ihren Strom über den dynamischen Tarif beziehen und intelligent über Heartbeat AI optimieren, fiel der Preis am Sonntag inkl. aller Steuern und Abgaben auf bis zu -35 Cent/kWh. In Gebieten mit besonders niedrigen Netzentgelten sogar auf -39 Cent/kWh.2

Mit intelligenter Steuerung verdiente man am Sonntag durch das Laden eines E-Autos bis zu 18 Euro

Wer in der Praxis die negativen Börsenstrompreise nutzt und neben dem Haushaltsstromverbrauch auch noch den Heimspeicher oder das E-Auto lädt, verdient damit Geld. Um das effektiv zu tun, muss man zusätzlich zum dynamischen Tarif auf eine intelligente Steuerung setzen, die auf die Preissignale am Markt reagiert. Ohne Steuerung nützt ein dynamischer Tarif oft wenig: Nutzer verpassen die negativen Preise und mussten beispielsweise am Abend für Strom aus dem Netz wieder zahlen.

Wer aber am Sonntag sein Auto automatisch genau in der Phase negativer Endkundenpreise geladen hat, konnte mit einer durchschnittlichen Wallbox mit 11-kW-Leistung knapp 47 kWh laden. Das entspricht etwa der Batterie eines elektrischen Mini Coopers. Dafür hätte man gut neun Euro erhalten. Mit einer 22-kW-Wallbox wären in der gleichen Zeit sogar knapp 94 kWh und 18 Euro Gewinn möglich gewesen.3 

„Damit man nicht selbst die Börsenpreise im Blick haben muss, setzt man am besten eine intelligente Steuerung ein”, sagt Jannik Schall.  „Sie entscheidet ganz automatisch und ohne eigenes Zutun, wann das E-Auto oder der Speicher geladen werden sollten, um den günstigsten Preis und damit den saubersten Strom zu bekommen. Ein flächendeckender Roll-out zeitvariabler Netzentgelte könnte für Kunden außerdem noch weitere Sparpotenziale erzielen.” 

Quellen

1Datenquelle: Bundesnetzagentur | SMARD.de  [abgerufen am 27.04.2026]
2Betrachtung aller Kund*innen von 1KOMMA5° mit dynamischem Stromtarif Dynamic Pulse
3exemplarische Rechnung ohne Berücksichtigung von Ladeverlusten

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