Smart Meter messen den Stromverbrauch und auch die Einspeisung durch PV-Anlagen oder Speicher viertelstundengenau und übermitteln die Daten an Netzbetreiber und Stromversorger. Das Ablesen des Zählers entfällt.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist diese Technik der Schlüssel zu sinkenden Stromkosten. Nur mit einem Smart Meter lassen sich dynamische Stromtarife oder zeitvariable Netzentgelte nutzen. In Kombination mit einer intelligenten Steuerung laden Wärmepumpen oder E-Autos automatisch, wenn der Strom an der Börse günstig ist. Außerdem ermöglichen Smart Meter die Direktvermarktung von Strom aus einer PV-Anlage oder Speichern. Das wird insbesondere ab dem 1. Januar 2027 relevant, wenn die gesetzliche Einspeisevergütung für Neuanlagen entfällt und PV-Anlagen-Nutzer Strom frei vermarkten müssen.
„Nur mit Smart Metern als Grundvoraussetzung können Lastspitzen im Netz, die die erneuerbaren Energien erzeugen, geglättet und der teure Ausbau der physischen Stromnetze reduziert werden“, sagt Jannik Schall. „Wird der Smart-Meter-Ausbau weiter blockiert, blockiert das auch sinkende Stromkosten für Millionen Haushalte. Gleiches gilt für die im neuen EEG-Entwurf diskutierte 50-Prozent-Kappung. Sie würde flexible Verbraucher bestrafen und dauerhaft hohe Strompreise zementieren.“