Egal, ob in einer Stadt mit vielen öffentlichen Ladesäulen oder in einer ländlichen Gegend mit wenigen Ladepunkten, am günstigsten lädt man zu Hause. Für das Tanken an einer Normalladesäule werden rund 58 Cent pro Kilowattstunde fällig.2 An Schnellladesäulen zahlt man im Schnitt 62 Cent/kWh.2 Zum Vergleich: Haushaltsstrom kostet 2026 im Durchschnitt 37 Cent.3
„Strom aus einer Photovoltaikanlage kostet nur etwa sechs Cent pro Kilowattstunde“, sagt Jannik Schall. „Das sind 90 Prozent geringere Kosten als an der Ladesäule. Günstiger und mit weniger Emissionen kann man nicht Auto fahren.“
Noch mehr Potenzial bietet das bidirektionale Laden (Vehicle-to-Grid, V2G). Eine intelligente Steuerung verkauft Strom aus dem E-Auto, wenn er knapp und teuer ist. Der aktuelle Regierungsentwurf zum EEG sieht allerdings vor, dass Haushalte mit neuer Solaranlage dauerhaft nur noch höchstens die Hälfte der Anlagenleistung ins Netz einspeisen dürfen, und zwar für den gesamten Hausanschluss, also auch für Batteriespeicher und E-Auto.
„Die geplante 50-Prozent-Kappung bestraft genau die Haushalte, die das unflexible Stromnetz durch bidirektionales Laden entlasten wollen“, sagt Jannik Schall. „Wir brauchen volle Flexibilität, damit Verbraucher ihre Anlagen, Speicher und E-Autos optimal nutzen können und die Netzkosten für alle sinken.“