Geben Gasversorger die gestiegenen Einkaufspreise vollumfänglich an ihre Kundinnen und Kunden weiter, drohen deutliche Mehrkosten. Vor allem bei Neukundentarifen und auslaufenden Gasverträgen könnten sich gestiegene Großhandelspreise zeitnah auswirken.
1KOMMA5° hat eine Modellrechnung für Neukunden vorgenommen: Angenommen, ein Haushalt im Eigenheim hat vor einem Jahr einen Gasvertrag für 9,62 ct/kWh abgeschlossen, so zahlte er bei einem Verbrauch von 18.000 kWh 1.732 Euro.
Die reine Gasbeschaffung macht etwa 40 bis 50 Prozent des Endkundenpreises aus. Nimmt man an, dass alle übrigen Entgelte, Abgaben und die Marge des Versorgers konstant bleiben, würde der Anstieg der Großhandelspreise von rund 31 Euro auf 68 Euro pro MWh bedeuten, der Preis im Anschlussvertrag steigt auf 14,02 Cent/kWh. Dann müsste der gleiche Haushalt bei gleichem Verbrauch bereits 2.524 Euro zahlen. Ein Anstieg um 792 Euro.2