Das intelligente System sorgt automatisch dafür, dass die Klimaanlage dann kühlt, wenn die eigene Solaranlage Strom produziert. Angenommen wurden dafür 0,06 Euro pro Kilowattstunde Gestehungskosten. In den Abendstunden ohne Sonne nutzt die Steuerung den im Speicher vorhandenen Strom, der entweder auch aus der Solaranlage kommt oder zu günstigen oder sogar negativen Preisen aus dem Netz geladen wurde. Alternativ kann die Klimaanlage auch direkt Strom aus dem Netz nutzen, wenn er günstig oder zu negativen Preisen gehandelt wird. Zehn Prozent werden zum durchschnittlichen Börsenstrompreis gedeckt.
„Moderne Klimaanlagen sind im Grunde hocheffiziente Wärmepumpen, die aus einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Kühlleistung herausholen“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°. „Wer bereits eine Solaranlage besitzt, kann Batteriespeicher und oder eine intelligente Steuerung in den allermeisten Fällen problemlos nachrüsten. Das reduziert die Stromkosten einer Klimaanlage auf das Level eines Ventilators.“
Wer eine fest installierte Klimaanlage ohne diese intelligente Einbindung rein über den Netzbezug zum durchschnittlichen Preis von 0,37 Euro betreibt, zahlt mit 78,74 Euro deutlich mehr. Die höchsten Kosten verursachen mobile Klimageräte im Netzbetrieb: Hier belaufen sich die jährlichen Stromkosten auf 277,65 Euro.
Ein einfacher Standventilator kommt auf 9,32 Euro. Er verringert dabei nicht aktiv die Raumtemperatur, sondern sorgt lediglich für eine leichte Luftbewegung.