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Umfrage: Fast die Hälfte der Deutschen zu flexiblem Stromverbrauch bereit – nur sechs Prozent nutzen dynamische Tarife

49 Prozent der Deutschen sind bereit, den eigenen Stromverbrauch an schwankende Börsenstrompreise anzupassen. Doch nur sechs Prozent nutzen dynamische Stromtarife. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von 1KOMMA5°.
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3 min

Das Wesentliche in Kürze

  • Zwölf Prozent der Befragten sogar sehr bereit, ihren Stromverbrauch zu verschieben, 18 Prozent gar nicht bereit

  • Zufriedenheit mit dem aktuellen Tarif, fehlende Smart Meter, Sorge vor höheren Kosten und möglichem Komfortverlust bremsen flexible Stromnutzung ein 

  • Kostenfalle dynamischer Stromtarif: Ohne intelligente Steuerung sind Stromkosten im Beispiel mehr als 100 Prozent höher als gesteuert

Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ist bereit, den eigenen Stromverbrauch flexibel an schwankende Börsenstrompreise anzupassen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Energieunternehmens 1KOMMA5°.1

Doch trotzdem sind dynamische Stromtarife, die genau das ermöglichen, ein Randphänomen. Vor allem für Haushalte mit hohem Stromverbrauch, z. B. durch Wärmepumpe oder E-Auto, ist bei dynamischen Tarifen die intelligente Steuerung wichtig, sonst drohen hohe Stromkosten. 

Zwölf Prozent der Befragten sogar sehr bereit, Stromverbrauch aktiv zu verschieben, 18 Prozent gar nicht bereit

Auf die Frage, inwieweit die Menschen bereit seien, den Betrieb großer Verbrauchsgeräte (z. B. E-Auto, Wärmepumpe, Waschmaschine, Geschirrspüler) in Zeiten günstiger Strompreise zu verlegen bzw. zu Zeiten höherer Preise nicht zu nutzen, antworteten zwölf Prozent, sie seien sehr bereit und würden sogar ihren Alltag aktiv danach ausrichten. 

Weitere 37 Prozent sind eher bereit und würden das zumindest mit einigen Geräten tun, wenn es sich finanziell lohnt. 20 Prozent geben an, dazu eher nicht bereit zu sein, während knapp ein Fünftel (18 Prozent) dies gänzlich für sich ausschließt. 13 Prozent machten keine Angabe.

„Dass Millionen von Menschen bereit sind, ihren Stromverbrauch flexibel an schwankende Preise anzupassen, ist eine gute Nachricht für Deutschland“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°. „Da ist es fast schon paradox, dass nur wenige Menschen dynamische Stromtarife nutzen. Wir müssen dieses gewaltige Potenzial jetzt heben. Werden Preissignale an der Börse intelligent und automatisch an die Haushalte weitergegeben, profitieren Verbraucher von günstigem Strom und das Netz wird massiv entlastet.“

Zufriedenheit mit dem aktuellen Tarif, fehlende Smart Meter, Sorge vor höheren Kosten und möglicher Komfortverlust bremsen flexible Stromnutzung ein

Dem Wunsch vieler nach Flexibilisierung steht die geringe Verbreitung dynamischer Stromtarife gegenüber. Denn Grundvoraussetzung, um den Stromverbrauch zu verschieben, sind ein intelligenter Stromzähler (Smart Meter) und ein dynamischer Stromtarif.

Lediglich sechs Prozent der Befragten geben an, einen solchen Tarif zu nutzen. Zu den am häufigsten genannten Hürden zählt die Zufriedenheit mit dem aktuellen Stromtarif (36 Prozent). 

Auf Platz zwei der Hinderungsgründe folgt die fehlende technische Ausstattung (fehlende Smart Meter) mit 22 Prozent. Zudem gaben 20 Prozent an, Sorge vor höheren Kosten als beim Festpreistarif zu haben. Weitere 18 Prozent scheuen den Aufwand, ihren Stromverbrauch manuell an schwankende Preise anzupassen.

„Die hohe Zufriedenheit mit dem aktuellen Tarif ist auch ein Stück weit auf die Uninformiertheit der Stromkunden zurückzuführen“, sagt Jannik Schall. „Verbraucher in Deutschland zahlen durchschnittlich 37 Cent pro Kilowattstunde. Während Nutzer dynamischer Tarife im Schnitt deutlich weniger zahlen, wenn sie eine intelligente Steuerung nutzen und phasenweise sogar von negativen Preisen profitieren.“

Kostenfalle dynamischer Stromtarif: Ohne intelligente Steuerung sind Stromkosten im Beispiel mehr als 100 Prozent höher als gesteuert – besonders wichtig für Haushalte mit hohen Verbräuchen durch E-Auto und Wärmepumpe

Die Sorge vor teureren Preisen bei einem dynamischen Stromtarif ist ohne intelligente Steuerung durchaus berechtigt. Energiedaten eines echten 1KOMMA5°-Kunden zeigen den Unterschied an einem 48-Stunden-Zeitraum: Ungesteuert würde der Verbrauch von E-Auto oder Wärmepumpe meist auf den späten Nachmittag oder in den Abend fallen. An den ausgewählten Beispieltagen würde das Kosten von über zehn Cent pro Kilowattstunde (zzgl. Steuern und Abgaben) verursachen.2 

Mit der Energieintelligenz Heartbeat AI bezog der Kunde den Strom dagegen vollautomatisch günstig nachts, in der ersten Nacht für knapp unter fünf Cent/kWh, in der folgenden für unter zwei Cent/kWh. Ohne Steuerung wären die Stromkosten somit mindestens 100 Prozent höher ausgefallen.

„Ein dynamischer Tarif entfaltet sein Sparpotenzial erst mit einer intelligenten Steuerung“, sagt Jannik Schall. „Die Steuerung arbeitet vollautomatisch, schützt vor Preisspitzen und senkt den eigenen Aufwand auf null. Sie lässt sich auch einfach nachrüsten und schon mit bestehenden Solaranlagen kombinieren. Das kann den durchschnittlichen Energiepreis halbieren.

Quellen

1Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels im Auftrag von 1KOMMA5°, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 9. und 11.6.2026 insgesamt 2.074 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

2Strombezug aus dem Netz eines realen 1KOMMA5°-Kunden vom 18./19. Dezember 2025

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