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Reform der Wärmepumpenförderung: Trotz EU-Bonus Tausende Euro weniger Zuschüsse, Geschwindigkeit zählt

Die Bundesregierung hat sich auf eine Reform der Förderungen für klimafreundliche Heizungen verständigt. 1KOMMA5° zeigt, was das für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet, die eine Modernisierung der Heizung planen.
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Das Wesentliche in Kürze

  • Dieses Jahr bereits 3.620 Euro weniger Förderung – Zuschüsse zur Wärmepumpe sinken alle sechs Monate

  • Wärmepumpen aus der EU bekommen EU-Bonus, Nicht-EU-Produkte erhalten weniger Förderung

  • Bis 2030 wird es bis zu 60 Prozent weniger Förderung für neue Wärmepumpen geben

Die Bundesregierung hat sich auf eine Neuordnung der Förderung klimafreundlicher Heizungen geeinigt und damit die Zuschüsse bis 2030 fixiert. Nach einer Analyse von 1KOMMA5° könnte die Förderung für bestimmte Haushalte noch dieses Jahr um 3.620 Euro sinken.

Dieses Jahr bereits 3.620 Euro weniger Förderung

Mit Inkrafttreten der neuen Heizungsförderung soll der maximal förderfähige Betrag neuer Heizungen von aktuell 30.000 Euro noch dieses Jahr auf 28.000 Euro sinken. Für Verbraucherinnen und Verbraucher fast aller Einkommensklassen bedeutet das weniger Geld für den Einbau einer neuen Heizung. 

Am stärksten betroffen sind Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen ab 50.001 Euro. Hier wird die maximale Förderung von aktuell 16.500 auf 12.880 Euro sinken. Nur wer 30.000 Euro oder weniger verdient, könnte im aktuellen Jahr 1.400 Euro mehr Förderung als bisher erhalten.

Wärmepumpen aus der EU bekommen EU-Bonus, Nicht-EU-Produkte erhalten weniger Förderung

Ebenfalls neu: In der EU hergestellte Wärmepumpen werden ab 2027 stärker gefördert als Heizungen, die außerhalb der Europäischen Union produziert werden.

Der Unterschied kann mehrere Tausend Euro ausmachen. Wer sich mit einem Haushaltseinkommen zwischen 30.000 und 40.000 Euro im zweiten Halbjahr 2027 für eine EU-Wärmepumpe entscheidet, kann bis zu 18.020 Euro Förderung erhalten. Entscheidet sich der gleiche Haushalt für eine Wärmepumpe aus Nicht-EU-Produktion, erhält er maximal 14.045 Euro. Das sind fast 4.000 Euro weniger.

„Verbraucherinnen und Verbraucher werden finanziell belohnt, wenn sie zu Wärmepumpen aus der EU greifen“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°. „Mit dem Made-with-Europe-Bonus wird die heimische Wertschöpfung gezielt gestärkt und verhindert, dass wichtige Schlüsselindustrien ins Ausland abwandern, wie wir das etwa bei der Photovoltaik erleben mussten.“

Bis 2030 wird es bis zu 60 Prozent weniger Förderung für neue Wärmepumpen geben

Ab 2027 sinkt die Förderung für alle Einkommensklassen erneut und automatisch alle sechs Monate weiter. Wer mehr als 50.000 Euro Jahreshaushaltseinkommen hat, bekommt so 2030 maximal noch 6.600 Euro und damit 60 Prozent weniger als heute. 

„Wer bei der Entscheidung zur Wärmepumpe zögert, verliert bares Geld bei den Zuschüssen“, sagt Jannik Schall. „Dennoch halten wir die Schritte für richtig. Wir tragen so dazu bei, den Bundeshaushalt zu entlasten, heimische Wertschöpfung zu stärken und das Klima zu schützen. Die Botschaft ist klar: An der Wärmepumpe führt im Heizungsmarkt kein Weg mehr vorbei. Mit einer intelligenten Steuerung lohnt sich der Einbau für Hausbesitzer wirtschaftlich in jedem Fall. Wichtig ist jetzt, dass der Übergang reibungslos gestaltet wird.“

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