Die wachsende Speicherkapazität bietet großes Potenzial, um schwankende Einspeisungen von Wind- und Solarstrom abzufedern, das Stromnetz zu entlasten und so die Strompreise für alle zu senken. In der Praxis bleiben diese Speicher jedoch oft passive Einheiten, die rein auf den Eigenverbrauch der Haushalte ausgerichtet sind. Es mangelt an der notwendigen Infrastruktur, um die Batterien flexibel in den Strommarkt einzubinden.
„Wir haben in Deutschland zwar bereits den Anfang gemacht und erste Speicherkapazitäten geschaffen, nutzen sie aber falsch“, sagt Jannik Schall. „Erst wenn Speicher und die Millionen E-Autos über eine intelligente Steuerung automatisiert auf Marktsignale reagieren und überschüssigen Strom bei negativen Preisen einspeichern oder in Hochpreisphasen netzdienlich abgeben, können wir vorhandene Netzinfrastruktur besser auslasten, brauchen weniger Netzausbau und senken die Stromkosten für alle.“